13 ultimative Geheimtipps für definierte Locken ohne Frizz.

13 ultimative Geheimtipps für definierte Locken ohne Frizz.

13 ultimative Geheimtipps für definierte Locken ohne Frizz.

Definierte Locken ohne Frizz

Frizz (engl. für kräuseln) ist der Feind Nr. 1 für jeden Lockenkopf.

Vermeintlich unbezwingbar und nicht zu kontrollieren. Zumindest bis jetzt 😉

Ich weiß ganz genau wie frustrierend es sein kann, mit einem Vogelnest auf dem Kopf herumzulaufen. Dem Frizz nicht Herrin zu werden. Ich habe so viele Dinge versucht. Manchmal war es ein Reinfall und manchmal hat es was gebracht.

Doch was ist Frizz überhaupt?

Frizz ist das abstehen der Haare. Er ist immer dann sichtbar wenn die Haare einzeln rumfliegen und nicht in einer Strähne bzw. Locken zusammenliegen. Dadurch sehen die Haare ungpflegt und glanzlos aus. Jedoch bedeutet Frizz nicht zwingend das die Haare auch ungepflegt und ungesund sind. Es kann sein. Muss aber nicht.

Frizz entsteht bei Locken sehr schnell. Je lockiger das Haar desto mehr neigt es zu Frizz. Welliges Haar hat somit am wenigsten mit Frizz zu kämpfen. Sehr krauses Haar am meisten. 

Doch warum ensteht bei lockigem Haar häufiger Frizz? 

Allein durch Ihre Form ist es bei lockigem Haar schwieriger diese zu einem Bündel zusammenzufügen. Bürsten, was bei bei glatten Haaren gut gegen Frizz funktioniert, funktioniert jedoch bei Locken nicht. Es verursacht nur noch mehr Frizz.

Dann sind Locken oft trocken, da das schützende Sebum schwer von der Kopfhaut in die Haarspitzen fließen kann. Und ohne schützendes Sebum trocknen deine Haare aus. Und trockene Haare neigen zu Frizz,

Dadurch das Locken auch oft flasch gepflegt werden, werden sie schneller porös und auch poröse Haare neigen aufgrund ihrer offenen Schuppenschicht vermehrt zu Frizz.

Frizz hat also viele verschiedene Ursachen. Sei es sehr poröse und trockene Locken, hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit, falsche Produkte oder falsche Pflege. Aber auch die falsche Auftragetechnik der Produkte kann zu Frizz führen.

Daher gibt es auch nicht den einen ultimativen Trick der bei uns allen hilft. Leider. Damit der Frizz weniger wird oder gar ganz verschwindet, musst du ein bisschen ausprobieren was bei deinen Haaren am besten hilft. 

Was kannst du also tun gegen den Frizz bei lockigem Haar?

Ich habe für dich dreizehn Geheimtipps gegen Frizz in diesen Artikel zusammen getragen. Probiere sie einfach alle aus und du wirst sehen, das der Frizz schnell weniger wird und du im Spiegel glänzende und definierte Locken oder Wellen betrachten kannst. Versprochen!

1. Vermeide trockene Haare

Der Hauptgrund für Frizz bei Locken und Wellen sind trockene Haare.

Du könntest alle anderen Tipps umsetzen mit mäßigem Ergebnis, wenn deine Haare nicht gut durchfeuchtet sind. Daher achte darauf, Produkte ohne austrocknende Inhaltsstoffe (Alkohol, Silikone und Sulfate) zu verwenden. Vor allem solltest du kein starkes Shampoo benutzen oder gar deine Haare regelmäßig glätten. Nutze stattdesen für Locken geeignete Produkte wie ein mildes Locken-Shampoo,

Doch alle Produkte der Welt geben dir nicht so viel Feuchtigkeit wie folgende Geheimzutat: Wasser.

Nur wenn du ausreichend Wasser in deine Haare bringst, können diese gut mit Feuchtigkeit versorgt werden. Pflegeprodukte wie Spülungen oder Stylingprodukte wie Haargele helfen dann dabei diese Feuchtigkeit in den Haaren zu halten. Doch ohne deine Haare vorher gut durchfeuchtet zu haben, bringen diese Produkte wenig.

Um Feuchtigkeit in die Haare zu bringen nutze bei deiner Waschroutine Techniken wie die Squish-to-Condish-Technik oder die Bowl-Methode. Diese Techniken geben deinen Haaren deutlich mehr Feuchtigkeit als jedes teure Haarprodukt alleine.

2. Vermeide Spliss

Kaputte Haarspitzen lassen ebenfalls deine Haare schnell frizzy aussehen. Daher achte darauf, dass du deinen Spliss regelmäßig von einem guten Locken-Friseur entfernen lässt bzw., dass er gar nicht erst entsteht.

Trockene Haare sind übrigens einer der Hauptgründe für Spliss.

Ein anderer Hauptgrund für splissige Haarspitzen, ist das Kämmen der Haare im trockenen Zustand. Kämme also deine Locken unbedingt nur wenn sie nass sind und mit Spülung, welche ausreichend Slip (=Flutschigkeit) gibt wie zum Beispiel der Greenatural Haarspülung ACE Multivitamin*. Am besten nutzt du dafür deine Finger oder eine Haarbürste mit flexibelen Borsten wie der Wetbrush*.

3. Nutze filmbildende Stylingprodukte

Der berühmteste filmbildende Inhaltsstoff ist …..trommelwirbel….Silikon.

Es hat schon einen Grund warum die Kosmetik-Industrie diesen Stoff so gerne einsetzt. Er ist quasi die Waffe gegen Frizz. Da Silikon gleichzeitig aber auch austrocknend ist, brauchen wir Alternativen.

Zum Glück gibt es auch natürliche Inhaltsstoffe die filmbildend und gleichzeitig Feuchtigkeitspendend sind wie Aloe Vera, Xanthan gum, panthenol etc.

Am besten machen sich diese Inhaltsstoffe also in den Produkten mit denen du deine Naturlocken stylst wie einem Haargel für Locken.

Meine Haargel Empfehlung gegen Frizz:

naturlocken stylen lockengel Go-Home-Summersplash
Inhaltsstoffe
Aqua (Water), Hydrogenated Starch Hydrolysate, Glycerin, Chondrus Crispus (carrageenan), Aloe Barbadensis Leaf Juice, Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil, Gevuina Avellana Oil, Sodium PCA, Hydrolyzed Wheat Protein, Galactoarabinan, Tocopherol (Vitamin E), Hydrolyzed Wheat Starch, Dehydroxanthan Gum, Sodium Benzoate, Potassium Sorbate, Citric Acid, Parfum (Fragrance), Limonene

Das Go&Home Summersplash* ist eines meiner liebsten Gele gegen Frizz. Es ist ein sehr leichtes Gel welches deine Locken schön definiert ohne zu beschweren. Super geeignet für ziemlich alle Haartypen. Da er ziemlich weit vorne Gylcerin enthält, ist er nicht so gut für sehr feuchtes oder sehr trockenes Wetter geeignet.

Wenn du kein Produkt kaufen möchtest, kannst du auch Leinsamengel oder pures Aloe Vera Gel als 100% natürliches Anti Frizz Produkt verwenden. Oder du benutzt Gleitgel zum definieren der Locken. In dieses Gelen sind diese Inhaltsstoffe ebenfalls enthalten.

4. Verwende Leave-In-Produkte ohne Glycerin im Hochsommer und im Winter

Eines vorweg. Pflanzliches Glycerin ist ein toller Inhaltsstoff. Es handelt sich dabei um ein Feuchthaltemittel und wird aus pflanzlichen Ölen gewonnen. Er hilft dabei Feuchtigkeit in das Haarinnere zu befördern.

Wenn es draußen richtig schwül ist (z.B. im Sommer) oder sehr trockene Luft herscht (z.B. im Winter), dann ist der Stoff kontraproduktiv und verursacht Frizz.

Das liegt einfach daran, das Glycerin auch dann nicht aufhört die Feuchtigkeit aus der Luft in dein Haarinneres zu befördern wenn es genug wäre. Vor allem wenn du gesunde und gut durchfeuchtete Haare hast (siehe Tipp Nr. 1), führt zu viel Feuchtigkeit zu Frizz.

Doch Glycerin verursacht auch bei sehr trockener Luft Probleme. Denn wenn deine Haare gut mit Feuchtigkeit versorgt sind, aber die Luft sehr trocken ist, dann befördert Glycerin die Feuchtigkeit aus deinen Haaren in die Luft.

Der Stoff arbeitet dann also gegen dich und nicht mehr für dich. Daher nutze im Hochsommer und im Winter Leave-In Produkte, also Produkte welche nicht ausgewaschen werden, ohne Glycerin. Natürlich kannst du die folgenden Produkte auch das ganze Jahr über verwenden.

 

Meine TOP-Empfehlungen für Leave-In-Produkte gegen Frizz:

Leave-In Spülungen gegen Frizz bei Locken - GYADA-Staerkende-Styling-Creme-mit-Spirulina
Inhaltsstoffe
Aqua, Aloe barbadensis leaf juice (*), Cetearyl alcohol, Glyceryl stearate citrate, Cetyl alcohol, Ethylhexyl stearate, Cocos nucifera oil (*), Linum usitatissimum oil (*), Sesamum indicum oil (*), Spirulina maxima powder, Panax ginseng root extract (*), Sodium PCA, Arginine HCl, Simmondsia chinensis seed oil (*), Helianthus annuus seed oil (*), Valine, Avena sativa leaf/stalk extract (*), Equisetum arvense extract (*), Niacinamide, Panthenol, Hydrolyzed wheat protein, Tocopheryl acetate, Butyrospermum parkii butter (*), Potassium sorbate, Lactic acid, Tetrasodium glutamate diacetate, Sodium benzoate, Citric acid, Benzyl alcohol, Parfum, Guar hydroxypropyltrimonium chloride.

Die GYADA Stylingcreme* ist ein leichtes cremiges Naturkosmetik Gel ohne einfache Feuchthaltemittel wie Glycerin. Somit perfekt für feuchtwarmes oder auch sehr trocknes Wetter geeignet.

Locken Naturlocken stylen Produkte Haarschaum Lockenschaum MaterNatura Ackerveilchen
Inhaltsstoffe
Aqua (Water), Sodium polyitaconate, Viola Tricolor (Pansy) Extract, Soy amino acids, Wheat amino acids, Linum usitatissimum (Linseed) seed extrac, Arginine Ferulate, Serine, Threonine, Aloe Barbadensis (Aloe Vera) Leaf Extract, Chamomille Recutita (Matricaria) Flower Extract, Citrus Limon (Lemon) Peel Extract, Urtica dioica (Nettle) leaf extract, Cocamidopropyl Betaine, Sodium Cocoyl Sarcosinate, Dehydroacetic Acid, Lactic Acid, Linalool, Alpha-Isomethyl Ionone, Tocopherol (Vitamin E), Benzyl Alcohol, Parfum (Fragrance), Glycerin, Benzoic Acid.

Die MaterNatura Volumen-Mousse * ist ein idealer Naturkosmetik Haarschaum für mittleren Halt. Er ist leicht und klebt nicht. Ideal auch zum Auffrischen an am nächsten Morgen.

Locken stylen Produkte Lockengel EcoSlay-Orange-Marmalade
Inhaltsstoffe
Flaxseed extract, Agave nectar extract, Pectin, Aloe Vera juice, Marshmallow Root extract, Vitamin E, Xanthan Gum, Optiphen Plus, Sweet Orange Essential Oil

Das Ecoslay Orange Marmalade* ist ein cremiges Haargel, welches perfekt zum definieren deiner Locken ist und dadurch den Frizz minimiert. Bei sehr feinem Haar solltest du nicht zu viel nutzen. Am besten ist es für mitteldickes bis dickes oder sehr trockenem Haar geeignet.

5. Trage deine Styling-Produkte aufs tropfnasse Haar auf

Ein ganz einfacher Trick aber trotzdem extrem effektiv.

Mir hat die richtige Auftragetechnik mit am Meisten geholfen den Frizz zu kontrollieren. Am besten du trägst deine Stylingprodukte bereits in der Dusche auf oder gleich danach. Wickel deine Haare aber bitte nicht nach dem Waschen direkt in ein Handtuch. Das entzieht den Haaren Wasser und verursacht nur Frizz.

Ich verwende zum auftragen der Produkte am allerliebsten die „Squish-to-Condish Methode“ und die „Praying-Hands-Technik“.

6. Vermeide Frizz mit einem glatten Handtuch

Wenn du bis jetzt ein herkömmliches Frottehandtuch genutzt hast, um deine Haare nach dem Waschen durchzukneten, solltest du damit aufhören wenn du Frizz vermeiden möchtest. Denn durch die raue Struktur ist Frizz zu 100% vorprogrammiert.

Nutze stattdessen lieber ein feinmaschiges glattes Handtuch wie dieses* oder einfach ein altes Baumwoll T-Shirt. Aber bitte nicht direkt nach dem waschen (siehe Tipp 5) sondern erst wenn du alle deine Stylingprodukte ins Haar eingearbeitet hast. Ansonsten verursachst du unnötig Frizz.

7. Nutze Wet-Plopping

Bei vielen Lockenköpfen ist die Plopping-Methode mit einem T-Shirt sehr beliebt. Es hilft dabei die Locken zu formen und zu definieren. Jedoch führt diese Methode zu etwas Frizz.

Stattdessen empfehle ich dir, deine Haare mit einer Duschhaube zu ploppen. Das ist quasi „nasses ploppen“ und hilft mir dabei meine Locken zu formen, ohne das meine Haare an Feuchtigkeit verlieren.

8. Vermeide übermäßige Hitze

Hitze trocknet deine Haare aus. Und wie du weißt ist das der Hauptgrund für Frizz. Daher versuche Quellen wie direkte Sonneneinstrahlung oder dauerhaft zu heiße Föhnluft zu meiden.

9. Fass deine Locken beim trocknen nicht an

Wenn du deine Haare trocknest. egal ob mit dem Föhn oder an der Luft, solltest du diese nicht anfassen bis deine Lcoken zu 100% trocken sind. Das hilft dabei das sich der sogenannte Gelcast bildet, welcher deine Locken beim trocknen vor Frizz schützt.

10. Knete den Cast nicht mit trockenen Händen aus

Wenn du Styling Produkte oder Leinsamengel verwendest und du einen Gelcast bekommst, dann musst du diesen nach dem Trocknen auskneten.

Wenn du dafür trockene Hände benutzt, kann sich Frizz bilden. Daher verreibe 1-2 Tropfen Öl (zum Beispiel Brokkolisamenöl) oder ganz wenig Leave-In Spülung in deinen Händen und knete vorsichtig den Gelcast aus.

11. Schütze deine Locken in der Nacht

Mit Locken schlafen - Locken ueber Nacht schuetzen mit einem glatten Kopfkissenbezug

Frizz kann auch in der Nacht durch die Reibung deiner Haare entstehen. Mir hat es geholfen einen Kopfkissenbezug aus Seide* zu benutzen. Du kannst auch einen aus Satin nehmen. Hauptsache die Oberfläche ist schön glatt.

In diesem Artikel habe ich verschiedene Wege vorgestellt, wie du deine Locken in der Nacht schützen kannst.

12. Vermeide „Build-Up“

Wenn du das Gefühl hast, deine Produkte funktionieren nicht mehr so wie früher oder deine Locken hängen sich immer mehr aus und du hast zusätzlich noch Frizz?

Dann hast du sehr wahrscheinlich Build-Up.

Was soll Build-up sein?!

Dabei handelt es sich um Produktablagerungen, die sich einfach mit der Zeit bilden. Vor allem wenn du feines oder gering poröses Haar hast, ist er quasi vorprogrammiert.

Daher nutze ich regelmäßig ein Shampoo ohne Sulfate und von Zeit zu Zeit ein Tiefenreinigungsshampoo um meine Haare einfach wieder von allen Produkten zu befreien.

13. Nutze eine Stylingbürste gegen Frizz

Stylingbuerste gegen Frizz bei Locken

Zum Schluss noch mein Lieblingstipp. Nutze zum definieren deiner Locken eine Stylingbürste wie die Denman-Brush*, Behairful Haarbürste* oder die Srunch-It-Brush*. Mit der richtigen Technik bekommst du so perfekt definierte Locken oder Wellen ohne Frizz!

Je nach dem wie lockig deine Haare sind, gibt es zwei Methoden. Hast du sehr lockiges bis krauses Haar, reicht es nach dem Stylen deiner Haare am Waschtag wenn du die Bürste vom Ansatz nach oben durch die Haare ziehst.

Hast du eher welliges bis lockiges Haar, solltest du einzelne Strähnen mit der Stylingbürste definieren. Ich persönlich nutze so eine Bürste am liebsten bei meinen promineten Haarpartien wie mein Deckhaar und mein Pony.

Im folgenden Bild siehst du das Ergebnis als ich meinen Pony im nassen Zustand mit der Srunch-It-Brush* gestylt habe. Solche ultra definierten Lockenbündel würde ich ohne diese Bürste niemals hinbekommen.

Locken Leave-In Conditioner Spuelung Titelbild

Fazit

So nun kennst du meine Geheimwaffen gegen Frizz. Doch ich sage dir gleich, es ist nicht möglich Frizz zu 100% zu eliminieren. Daher sei nicht enttäuscht falls du „nur“ bei sagenhaften 95% angelangst. Das ist immer noch ein super Ergebnis und es sieht schön natürlich aus.

100% Frizz-freie Locken sind gemachte Locken und daher kein Maßstab.

Im Übrigen ist Frizz auch nicht immer ein Problem. Wenn du beispielsweise sehr wenig und dazu noch feine Haare hast (Hallo hier ich!) dann kann Frizz auch dein Freund sein, denn er verleiht deinen Haaren Volumen.

Daher nutze ich ab und zu einen Diffuser auch im Sommer zum Haare trocknen oder gebe meine Produkte nicht in tropfnassen Haar. Das gibt mir wesentlich mehr Volumen. Natürlich aber auch mehr Frizz, was für mich kein großes Problem ist, solange es nicht überhand annimmt.

Ich hoffe meine Tipps helfen dir dabei das Frizz Monster zu bezwingen.

Dieser Artikel enthält Werbe-Links*. Mehr dazu liest du hier.
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Lockenkopf Elisa

Lockenkopf Elisa

Gründerin von Natürlich-Lockig.de und verliebt in Naturlocken.

Elisa zeigt dir wie du erkennst was deine Locken wirklich brauchen und gibt dir jede Menge Tipps & Tricks für deine Haarpflege.

Elisa legt nicht nur Wert darauf, dir zu zeigen wie du das beste aus deinen Haaren herausholen kannst, sondern auch wie du das mit einer möglichst natürlichen Lockenpflege hinbekommst.

Erfahre mehr über Elisa und ihre Lockenreise, tritt ihrer Facebook-Gruppe Natürlich-Lockig-Facebookgruppe bei oder mache es wie 17.500+ andere Lockenköpfe und abonniere ihren Newsletter mit exklusiven Lockenpflege-Tipps.

Schwimmen mit Locken: 7 Wege wie du deine Haare vor Chlorwasser schützen kannst.

Schwimmen mit Locken: 7 Wege wie du deine Haare vor Chlorwasser schützen kannst.

Schwimmen mit Locken: 7 Wege wie du deine Haare vor Chlorwasser schützen kannst.

Titelbild_Schwimmen mit Locken

Es ist heiß. Der Sommer ist da. Und damit auch die Freibad Saison. Hach so ein Sprung ins Kühle nass…Blöd nur, dass das Wasser im Freibad mit Chlor versetzt ist.

Wir geben uns so viel Mühe mit unseren Haaren und dann tauchen wir einmal den Kopf ins Chlorwasser und schon ist trockenes & strohiges Haar vorprogrammiert.

Aber das muss nicht sein.

In diesem Artikel verrate ich dir meine Geheimnisse, um deine Haare vor Chlor zu schützen. 

Doch warum ist Chlor überhaupt schädlich?

Chlor tötet Bakterien und Keime. Daher wird es sehr gerne in Schwimmbädern eingesetzt.

Chlor erhöht aber zusätzlich den PH-Wert des Wasser in einen stark basischen Bereich. Gesunde Haare besitzen einen sauren PH-Wert. Das führt dazu, dass unsere Locken im Chlorwasser sehr schnell austrocknen.

Hmm…man könnte beim schwimmen einfach den Kopf über Wasser halten.

Aber mal ehrlich: Erstens ist das voll anstrengend und zweitens wollen wir uns im Freibad ja erfrischen oder nicht? Das funktioniert aber nicht wirklich wenn wir den Kopf beim Schwimmen der Sonne entgegen strecken.

Also, wenn du so wie ich auch gerne tauchst, aber deinen Haaren trotzdem nicht schaden möchtest, dann habe ich für dich 7 Tipps die dir helfen deine Haare vor Chlor zu schützen.

Falls du noch einen anderen Tipp kennst oder irgendwelche Fragen hast, dann schreib mir doch einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag.

Also legen wir los…

So schützt du deine Haare vor Chlor

Tipp Nr. 1: Pre-Öl-Kur für die Haare

Du solltest deine Haare eine Pre-Öl-Anwendung gönnen mehrere Stunden bevor du schwimmen gehst. Ähnlich wie bei der Pre-Poo-Kur nimmst du einfach 1/2 -1 Teelöffel Öl (z. B. Sonnenblumenöl oder Kokosöl) und verteilst es in den Haaren.

Aber übertreib es nicht.

Die Haare sollten nicht ölig sein, sondern nur ein leichter Film aufliegen. Aber schon so viel, dass du merkst, das du Öl in den Haaren hast. Du solltest dich damit noch unter Leute trauen :-).

Das Öl sollte vor dem Schwimmen bereits für mindestens 2 Stunden im Haar sein. Am besten über Nacht.

Der Sinn dahinter ist, dass das Öl genug Zeit hat in das Haarinnere einzudringen. Dadurch schützt es deine Haare davor zu schnell, zu viel Chlorwasser aufzunehmen.

Diese Öl Kur benutze ich übrigens nicht nur wenn ich schwimmen gehe, sondern vor jeder Haarwäsche als Pre-Poo-Routine.

Tipp Nr. 2: Lass deine Haare kein Schwamm sein

Nun liegst du im Freibad in der Sonne, dir ist heiß und du möchtest jetzt sofort ins kühle Nass hüpfen.

Stop!

Du solltest, bevor du ins Chlorwasser springst deine Haare unbedingt komplett nass machen. Das hat den einfachen Grund, das nasse Haare nicht mehr so viel Chlor aufnehmen können.

Denke dabei an einen Schwamm. Wenn du einen trockenen Schwamm ins Wasser schmeißt, saugt dieser sich sofort komplett damit auf. Schmeißt du einen bereits nassen Schwamm ins Wasser, kann dieser nicht mehr so viel Chlorwasser aufnehmen.

Daher denke daran immer deine Haare nass zu machen bevor du ins Wasser hüpfst.

Doch warte…

Es fehlt noch was.

Tipp Nr.3: Trage diesen Schutzschild gegen Chlor

Nachdem du deine Haare nass gemacht hast, solltest du eine Barriere zwischen deinen Haaren und dem Chlor schaffen. Vor allem wenn du sehr poröse Haare hast, ist es besonders wichtig einen Schutzschild um deine Haare zu legen.

Die stärkste Barriere ist eine Spülung mit nicht wasserlöslichen Silikonen.

Wenn du, wie ich Silikone aber zu 100% vermeidest, brauchst du eine andere Barriere. Da bietet sich eine sehr reichhaltige Spülung an, welche z.B. Sheabutter enthält.

Ich habe zu Hause ein paar Spülungen bzw. Masken die ein Fehlkauf für meine Haare waren, da sie einfach zu schwer sind. Diese kann ich aber sehr gut im Freibad einsetzen. Es reichen 1-2 Teelöffel davon, du musst deine Haare nicht in Spülung ertränken.

Je reichhaltiger und schwerer eine Spülung ist, desto besser schützt sie deine Haare vor Chlor. Du erkennst solche Spülungen daran, dass Inhaltsstoffe mit Butter im Namen sehr weit oben stehen.

Falls du keine reichhaltige Spülung zu Hause hast, kannst du auch jede andere nehmen. Alles ist besser als nichts.

Natürlich kannst du auch einfach eine Badekappe nutzen. Diese sollte dann aber wirklich dicht sein. Es wäre natürlich auch hygienischer. Aber ganz ehrlich. Ich mache es nicht. Du?

Tipp Nr.4: Haare zusammen machen

So nun sind deine Haare nass und mit Spülung eingeschmiert.

Jetzt flechtest du am besten deine Haare und legst sie eng an deinen Kopf an. Das schützt sie einerseits vorm verknoten und andererseits kommt so weniger von dem „schlechten“ Chlorwasser an deine Haare.

Was ich persönlich schwierig finde, meine kurzen Haare so zusammenzumachen, dass die Frisur auch hält. Denn mit Spülung drin sind die Haare ganz schön glitschig.

Wenn du Bedenken wegen der Hygiene hast, kannst du auch statt der letzten Tipps eine Badekappe aufsetzen.

So nun endlich darfst du in Wasser springen und dich abkühlen.

Tipp Nr.5: Chlorwasser nach dem Baden gründlich ausspülen

Nachdem du dich ordentlich abgekühlt hast, solltest du deine Haare direkt wieder ordentlich ausspülen.

Lass dir dabei ein bisschen Zeit. So 3-4 Minuten können es schön sein.

Es sollten keine Chlorreste mehr im Haar sein wenn sie trocknen.

Tipp Nr.6: Reinige deine Haare mit einem geeigneten Shampoo

Am Ende deines Badetages, solltest du deine Haare richtig reinigen.

Du kannst dafür ein Tiefenreinigungsshampoo oder ein Chelating-Shampoo verwenden.

Ein Chelating-Shampoo (z.B. Aubrey Organic Swimmer’s Shampoo) bietet sich an, da es deine Haare effektiv von Chlor und Mineralien befreien kann. Zusätzlich hat dieses Shampoo den richtigen PH-Wert um den basischen Wert vom Chlorwasser wieder auszugleichen.

Wenn du z.B. eine Spülung mit Silikonen verwendet hast, musst du zwingend ein richtiges Tiefenreinigungsshampoo verwenden, welches im Stande ist Silikone zu entfernen.

Falls du eine Curly Girl freundliche Spülung ohne Silikone benutzt hast, reicht auch ein Chelating-Shampoo aus.

Wenn du sehr oft baden gehst, kannst du auch versuchen nur mit Spülung die Chlorreste auszuwaschen.

Tipp Nr. 7: Benutze eine Haarkur nach dem Schwimmtag

Wie immer wenn du deine Haare mit Shampoo gereinigt hast, brauchen diese wieder ordentlich Feuchtigkeit.

Hier solltest du deinen Locken eine Haarmaske speziell für Feuchtigkeit gönnen. Am besten lässt du diese für ca. 30 Minuten einwirken.

Feuchtigkeitsmasken, die ich empfehlen kann findest du in diesem Artikel:

Feuchtigskeitsbome gefällig? Diese 6 Haarmasken spenden Feuchtigkeit & bekämpfen strockens & strohiges Haar

Fazit

Ja ich glaube ich weiß was du denkst.

So viel soll ich machen?!

Tatsächlich ist es ein bisschen aufwendig.

Aber hey. Naturlocken sind allgemein aufwendig in der Pflege. Und wenn du dir sonst auch viel Mühe mit deiner Lockenpflege gibst, dann möchtest du sicher nicht alles wieder an einen Freibadtag zunichte machen.

Ich möchte es jedenfalls nicht. Und wenn sich alles erstmal eingespielt hat, ist es auch kein großes Drama mehr.

In dem Sinne wünsche ich dir beim nächsten Freibadbesuch viel Spaß beim planschen.

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Lockenkopf Elisa

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Gründerin von Natürlich-Lockig.de und verliebt in Naturlocken.

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Elisa legt nicht nur Wert darauf, dir zu zeigen wie du das beste aus deinen Haaren herausholen kannst, sondern auch wie du das mit einer möglichst natürlichen Lockenpflege hinbekommst.

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Curly-Girl-Methode: Schritt für Schritt zu natürlich schönen Locken – eine umfassende Anleitung

Curly-Girl-Methode: Schritt für Schritt zu natürlich schönen Locken – eine umfassende Anleitung

Curly-Girl-Methode: Schritt für Schritt zu natürlich schönen Locken – eine umfassende Anleitung

Curly Girl Methode vorher Nacher

Du hast lockiges, welliges oder dauergewelltes Haar und bist unzufrieden damit? Du hast schon alles ausprobiert, um deine Locken oder Wellen zu bändigen, aber nichts hilft? Du bist es leid, ständig Frizz, Trockenheit oder Spliss im Spiegel zu sehen? Wünschst du dir einfach nur gesunde, glänzende und definierte Locken?

Du möchtest dich vom Glätten oder Rundföhnen verabschieden und  lernen, wie du deine natürlichen Haare optimal pflegen und das Beste aus deinen Locken herausholen kannst?  Willst du deine Haare endlich auch mal offen tragen und nicht immer im Dutt verstecken?

Dann ist die Curly-Girl-Methode genau das Richtige für dich! Mit dieser Methode und ein wenig Geduld haben schon viele Lockenköpfe ihr Vogelnest in eine glänzende Lockenpracht verwandelt. Komplimente garantiert!

Im Übrigen: Locken sind jedes Haar, welches nicht glatt ist. Auch wenn du “nur” welliges Haar hast oder einfach das Gefühl, deine Haare sind weder wirklich lockig noch wirklich glatt, bist du hier genau richtig!

Meine Erfahrung mit der Curly-Girl-Methode

Ich dachte früher selbst, dass ich gar keine richtigen Locken habe. Aber glattes Haar hatte ich auch nicht. Ich habe meine Haare selten offen getragen und falls doch sahen sie oft aus wie ein geplatztes Sofakissen. Daher habe ich den Pony dann oft geglättet damit es nicht ganz so schlimm aussieht. 

Im Jahr 2015 habe ich dann die Curly-Girl-Methode das erste Mal entdeckt und tolle Ergebnisse mit dieser Methode erzielt. Jedoch habe ich damals einige Anfängerfehler gemacht (welche ich dir in diesem Artikel natürlich verrate, damit du sie nicht machst ;-)) und habe diese Methode wieder aufgegeben.

Erst 2017 bin ich wieder auf die Curly-Girl-Methode gestoßen und habe mich diesmal genauer informiert. Mit durchschlagendem Erfolg. Meine Locken sind viel gesünder, weicher und definierter geworden. Ich brauche mittlerweile viel weniger Produkte und Zeit für meine Haare. Und vor allem fühle ich mich viel wohler und selbstbewusster mit meinen Locken.

Wenn du das auch möchtest, dann lies weiter.

Ich erkläre dir ganz genau, was die Curly-Girl-Methode überhaupt ist. Was du dafür brauchst. Wie du Schritt für Schritt deine Haare nach der Methode wäschst, pflegst und trocknest. Außerdem gebe ich dir Tipps für die passenden Produkte, beantworte die häufigsten Fragen zur Curly-Girl-Methode, zeige dir beeindruckende Vorher-Nachher-Bilder anderer Lockenköpfe und verrate dir, wann du die Curly Girl Methode nicht streng befolgen solltest.

Doch was ist die Curly-Girl-Methode überhaupt?

Die Curly-Girl-Methode, CGM-Methode oder auch Curly-Hair-Methode genannt, ist eine spezielle Pflege- und Stylingroutine für lockiges Haar,. Eine Lockenroutine, die dir helfen kann, deine Locken zu lieben und optimal zu pflegen. Sie wurde von der amerikanischen Friseurin Lorraine Massey, selbst Lockenkopf, im Jahr 2001 entwickelt und in ihrem Buch “Curly Girl: The Handbook” beschrieben. Sie hat die Methode für ihre Kundinnen und Kundenentwickelt, die genug davon hatten, ihre Locken zu glätten, aber nicht wussten, wie sie ihre Haarpracht richtig pflegen sollten.

Die Curly-Girl-Methode hat schon vielen Frauen (und auch Männern) geholfen, ihre kaputten Locken in glänzende, gesunde und definierte Locken zu verwandeln. Das möchte ich auch für dich!

Wie kann die Curly-Girl-Methode deine Locken retten?

Lockiges Haar ist wunderschön, kann aber auch eine echte Herausforderung sein, nicht wahr? Frizz, Trockenheit, fehlende Definition oder auch – das Vogelnest auf dem Kopf -, wir Lockenköpfe kennen es alle!

Zudem ist lockiges Haar oft empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen wie Hitze, Reibung oder chemischen Behandlungen. Das kann dazu führen, dass lockiges Haar seine Form verliert, brüchig wird oder sich spaltet.

Um all diese Probleme zu lösen, braucht lockiges Haar eine besondere Pflege und Aufmerksamkeit. Das heißt nicht, dass du deine Locken mit teuren oder komplizierten Produkten überladen musst. Im Gegenteil: Die Curly-Hair-Methode basiert auf der Idee, dass weniger mehr ist.

Die Philosophie hinter der Curly-Girl-Methode ist: Natürliche Locken sind wunderschön und verdienen es, mit Liebe und Sorgfalt behandelt zu werden. Anstatt sie zu bekämpfen oder zu verstecken, geht es darum, deine Locken zu akzeptieren und das Beste aus ihnen herauszuholen.

„Naturlocken. Es ist mehr als nur Haar, es ist eine innere Einstellung.“  

Lorraine Massey

Nun möchte ich dir verraten, was du wissen musst, um mit der Curly-Girl-Methode zu starten. Bist du bereit für deine Locken-Verwandlung? Dann lass uns loslegen!

Die Grundlagen der Curly-Girl-Methode

Die Curly-Girl-Methode basiert auf einigen grundlegenden Prinzipien, die dir helfen werden, deine Locken zu pflegen und zu definieren. Zum einen solltest du einige Dinge nicht mehr tun und zum anderen zeigt sie dir Schritt für Schritt, was du stattdessen tun musst.

Was du bei dieser Lockenmethode nicht mehr tun solltest

Du wäschst deine Haare nicht mehr mit stark reinigenden Shampoos, die deine Locken austrocknen und die natürliche Schutzschicht deiner Haare zerstören können. Stattdessen wäschst du deine Haare mit einem milden lockenfreundlichen Shampoo ohne Sulfate/Sulfonate oder nur mit speziellem Co-Washing Conditioner.

Du kämmst oder bürstest deine Haare nicht mehr im trockenen Zustand, da das deine Locken aufreißt und zerzaust. Stattdessen entwirrst du deine Haare nur im nassen Zustand mit Spülung drin. Dabei nutzt du nur deine Finger. Ein Kamm oder eine Bürste ist bei der Curly-Girl-Methode nicht erlaubt.

Du verzichtest auf Hitze-Styling wie heißes Föhnen, Glätteisen oder Lockenstab, da das deine Locken schädigt und ihre Form zerstört. Stattdessen trocknest du deine Haare schonend an der Luft oder mit einem Diffusor bei niedriger bis mittlerer Hitze.

Du verzichtest auf bestimmte Inhaltsstoffe wie austrocknenden Alkohol, Silikone oder Mineralöle in deinen Haarprodukten. Stattdessen wählst du Produkte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen, welche deine Locken pflegen und definieren.

Wenn du nur alleine diese Regeln befolgst, wirst du schon bald eine erste positive Veränderung an deinen Locken bemerken.

Nachfolgend zeige ich dir, welche Produkte und Hilfsmittel du für die Methode unbedingt brauchst. Danach zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du sie anwendest.

Curly-Girl-Methode „Must-Have“ Produkte & Zubehör

Du brauchst für diese Methode nicht unzählige Produkte. Zum Start reichen drei Produkte für Reinigung, Pflege und Styling völlig aus:

1. ein mildes Shampoo,

2. eine leichte Spülung und

3. ein Haargel.

Achte bei der Auswahl dieser drei Produkte darauf, dass sie ohne schädliche Inhaltsstoffe wie austrocknenden Alkohol, Mineralöle oder Silikone sind. Sie sollten möglichst naturnahe, pflegende und feuchtigkeitsspendende Stoffe enthalten.

Nachfolgend findest du meine Lieblingsprodukte zum Starten der Curly Hair Methode, welche für alle Haartypen geeignet sind. Mit diesem Shampoo, Conditioner und Haargel kannst du zu Beginn nicht viel falsch machen, da sie vergleichsweise günstig sind. Zudem sind Shampoo und Spülung duftstofffrei was sie auch für eine empfindliche Kopfhaut geeignet macht.

Diese Produkte sind, um erstmal mit der Methode und Routine vertraut zu werden. Wenn du die Methode ein paar Monate ausprobiert hast, empfehle ich dir, dich genauer mit deinem Haartyp auseinanderzusetzen und Produkte zu wählen, die perfekt zu DEINEN Locken passen.

Mehr dazu erfährst du hier: Curly-Girl-Methode Produkte – Wie du die optimale Pflege für deine Locken findest.

Zusätzlich zu Shampoo, Spülung und Haargel brauchst du noch ein glattes Handtuch* (bitte kein Frottee-Handtuch) oder ein großes altes Baumwoll-T-Shirt.

Wenn du deine Haare lieber föhnst, statt an der Luft trocknen zu lassen, brauchst du noch einen Föhn und einen Diffuseraufsatz.

Das war’s.

Alle anderen Sachen wie Leave-In, Haaröl, Mousse, Haarmasken etc. sind nur “Nice-to-have“  und kannst du dir auch später noch besorgen.

Okay, jetzt weißt du, was du alles für die Curly-Girl-Methode brauchst. Sobald du dir die passenden Produkte zugelegt hast, kann es auch schon fast losgehen.

Bevor du jedoch das erste Mal mit der Curly-Girl-Methode startest, lege ich dir eine intensive Tiefenreinigung mit einem speziellen Shampoo, auch “Final-Wash” genannt, ans Herz. Dieser Schritt ist nicht Bestandteil der eigentlichen Curly-Girl-Methode. Aber wenn du bisher noch Haarprodukte mit Silikonen oder Mineralölen verwendet hast, ist dieser Schritt für mich ein unbedingtes Muss, um deine Haare von allen Rückständen zu befreien. Denn diese können deine Locken beschweren, verkleben und austrocknen. Ich empfehle dir die Tiefenreinigung auch, wenn du schon auf silikonfreie Haarprodukte umgestiegen bist, sie ist jedoch kein unbedingtes Muss.

Die letzte Haarwäsche oder auch “Final-Wash”

Für die Tiefenreinigung brauchst du ein Shampoo mit Sulfaten oder Sulfonaten, aber ohne Silikone. Das klingt vielleicht widersprüchlich, aber es ist notwendig, um die Silikone aus deinen Haaren zu lösen. Denn nur Sulfate oder Sulfonate können Silikone entfernen. Zudem sollte das Shampoo nicht nur Produktrückstände entfernen, sondern auch Kalk von hartem Wasser. Damit deine Haare auch wirklich sauber und bereit für die Curly-Girl-Methode sind.

So ein Shampoo nennt man Tiefenreinigungsshampoo. Ein Beispiel ist das La Saponaria Shampoo Salbei & Zitrone*. Du darfst aber auch jedes andere Shampoo verwenden, das diese Kriterien erfüllt.

Ein Shampoo, welches Produktrückstände entfernt, aber nicht unbedingt Kalk, nennt sich “nur” Reinigungsshampoo. Wenn du nicht so hartes Wasser zu Hause hast, reicht einfach ein herkömmliches Shampoo mit Sulfaten oder Sulfonaten, aber ohne Silikone. Solche Shampoos findest du zahlreich in den Drogerien um die Ecke.

So gehst du beim “Final-Wash” vor:

  • Befeuchte deine Haare gründlich mit lauwarmem Wasser.
  • Gib eine kleine Menge Shampoo in deine Handflächen und verteile es gleichmäßig in deinem Haar. Massiere es sanft in deine Kopfhaut UND deine Längen ein.
  • Lass das Shampoo für circa 1 Minute einwirken.
  • Spüle das Shampoo gründlich aus deinem Haar. Achte darauf, dass kein Schaum mehr in deinem Haar ist, sofern das Shampoo überhaupt geschäumt hat.
  • Wiederhole den Vorgang noch einmal, um sicherzugehen, dass du alle Rückstände entfernt hast.
  • Spüle dein Haar noch einmal gründlich mit lauwarmem Wasser aus.

Herzlichen Glückwunsch! Du hast die Tiefenreinigung erfolgreich absolviert. Deine Haare sind jetzt frei von Silikonen und anderen Rückständen. Dein Lockenkopf ist bereit für die Curly-Girl-Methode!

Curly-Girl-Methode Anleitung: Schritt für Schritt erklärt

Nachfolgend erkläre ich dir ganz genau wie du die Curly Girl Methode anwendest, so dass du das beste aus deinen Locken herausholst. Du musst dafür lediglich 4 einfache Schritte befolgen. Halte dich zu Beginn an diese einfache Anleitung. Später, wenn du die Methode schon eine Weile anwendest, kannst du deine Lockenroutine auch erweitern.

 

Schritt 1:

Locken richtig reinigen

Curly Girl Methode Locken reinigen

Wendest du die Curly-Girl-Methode das erste Mal an, kannst du diesen Schritt überspringen. Dann hast du Kalk- und Produktrückstände auf Haaren und Kopfhaut bereits gründlich mit einer Tiefenreinigung entfernt. Du kannst dann direkt mit Schritt 2  weitermachen.

Ansonsten kannst du für die regelmäßige Haarwäsche innerhalb der Curly-Girl-Methode wählen, ob du deine Haare mit einem milden Locken-Shampoo oder mit einer Spülung wäschst (auch Co-Washing genannt).

Je nachdem wie stark du deine Haare reinigen möchtest, wendest du entweder die eine oder die andere Variante an. Hast du sehr trockenes und poröses Haar, empfehle ich dir deine Haare mit Conditioner zu waschen. Hast du sehr feines und welliges Haar, welches dazu neigt, schnell zu beschweren? Dann empfehle ich dir deine Haare regelmäßig mit einem milden Shampoo zu waschen. Du kannst aber auch beide Varianten immer wieder abwechseln.

Variante A – Locken waschen mit Conditioner

Bitte beachte, dass sich für diese Variante nicht jeder Conditioner oder auch Haarspülung eignet. Die Spülung muss leicht sein und sollte gewisse Inhaltsstoffe enthalten, damit sie dein Haar reinigen kann, ohne es zu beschweren. Vor allem der Urtekram Aloe Vera Conditioner* ist geeignet. In meiner Liste für Lockenprodukte findest du ein paar weitere Beispiele.

Co-Wash Anwendung:
  • Nimm ein bis zwei walnussgroße Mengen geeigneter Haarspülung und massiere diese gleichmäßig auf deiner Kopfhaut. Nimm dir für diesen ersten Schritt ausreichend Zeit. Die Massage kann ruhig 4 – 5 Minuten gehen. Du kannst dir mit so einer Kopfmassagebürste* helfen.
  • Wasche deine Haare gründlich unter warmem Wasser aus und massiere dabei weiter deine Kopfhaut.
  • Wiederhole das ein zweites Mal. Diesmal reicht es circa 1 Minute zu massieren.
  • Spüle alles gründlich aus und fahre mit dem nächsten Schritt fort.

Variante B – Haare waschen mit einem Curly Girl Shampoo

Bei dieser Variante solltest du ein Shampoo benutzen, welches keine aggressiven Tenside enthält. Sulfat ist das bekannteste Beispiel für aggressives Tensid. Aber auch Sulfonate sind sehr aggressiv und austrocknend und oft in Shampoos enthalten, welche als mild und “ohne Sulfate” gekennzeichnet sind. Das Urtekram Baby All Over Wash* ist ein Beispiel für ein mildes Shampoo, welches für viele Lockenköpfe funktioniert. Wenn es noch milder sein darf, wäre das Les Secrets de Loly Perfect Clean Shampoo* besser geeignet. Weitere milde Locken-Shampoos findest du ebenfalls in der Liste für Lockenprodukte .

Curly Girl Shampoo Anwendung:
  • Nimm eine haselnussgroße Menge Shampoo und massiere diese gleichmäßig auf deine Kopfhaut. Achte darauf, die Haarlängen nicht zu shampoonieren. Diese werden beim Ausspülen ausreichend gereinigt.
  • Wasche deine Haare unter warmem Wasser gründlich aus und fahre mit dem nächsten Schritt fort. Ein zweiter Durchgang ist nicht nötig.

Sobald deine Haare gereinigt sind, solltest du deine Haare pflegen und von Knötchen befreien. Darum geht’s im nächsten Schritt.

 

Schritt 2:

Locken pflegen & entwirren

Curly Girl Methode Locken pflegen und entwirren

Für die Pflege brauchst du einen Conditioner ohne Silikone, Alkohol oder andere schädliche Inhaltsstoffe. Im Buch zur Curly-Girl-Methode wird für diesen Schritt eine reichhaltigere Spülung empfohlen als die, die du zum Haarewaschen verwendet hast. Du kannst aber auch die gleiche probieren. Ein Beispiel für einen Conditioner, der sowohl zum Haarewaschen als auch zur Pflege geeignet ist, ist der Urtekram Aloe Vera Conditioner*. Du kannst aber auch jeden anderen Conditioner verwenden, der diese Kriterien erfüllt.

Wenn du oft mit Knoten im Haar zu kämpfen hast, sollte der Conditioner zusätzlich Stoffe enthalten, die deinen Haaren einen guten Slip geben, also sie flutschiger machen. Das macht es einfacher, deine Locken nur mit den Fingern zu kämmen. Denn grundsätzlich sind in der Curly-Girl-Methode keine Kämme und Bürsten erlaubt. Ein Beispiel für einen Conditioner mit viel Slip ist die Greenatural Haarspülung ACE Multivitamin*. Denke beim Entwirren immer daran, nicht grob an deinen Haaren zu ziehen, sondern sie wie einen kostbaren Stoff zu behandeln. Du würdest doch auch nicht grob an einer feinen Halskette ziehen, die sich in einem teuren Kaschmirpullover verfangen hat, oder?

Weitere geeignete Pflegespülungen findest du in meiner persönlichen Bestenliste für Lockenprodukte.

So gehst du bei der Pflege deiner Locken Schritt für Schritt vor:

  • Lass deine Haare klatschnass. Das Wasser hilft dabei, dass sich die Spülung im nächsten Schritt besser verteilt und du nicht so viel brauchst.
  • Gib eine großzügige Menge Conditioner in deine Handflächen und verteile sie gleichmäßig in deinem Haar. Konzentriere dich dabei auf deine Längen und Spitzen.
  • Kämme dein Haar vorsichtig mit deinen Fingern, um Knoten zu lösen und den Conditioner zu verteilen. Deine Haare sollten sich weich wie Seetang anfühlen.
  • Lass den Conditioner für mindestens 2 – 3 Minuten in deinem Haar einwirken. Du kannst auch eine Duschhaube aufsetzen oder dein Haar in ein Handtuch wickeln, um die Einwirkzeit zu verlängern.
  • Spüle den Conditioner teilweise aus deinem Haar. Lass etwa 20 % des Conditioners in deinem Haar als Leave-in. Du kannst dafür die Squish-to-Condish-Technik nutzen.
  • Schüttle deine Locken zu allen Seiten, um sie von der Kopfhaut zu lösen.

Wie du siehst, benötigst du für die Pflege deiner Locken erstmal nur Haarspülung bzw. Conditioner. Sobald du mit der Methode vertraut bist, du deine Haare besser kennst, kannst du mehr Produkte wie Haarmasken, Leave-Ins oder Haaröle in deine Pflege-Routine einbauen.

Du hast nun deine Locken ordentlich gepflegt. Deine Haare sind jetzt mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt. Du bist bereit für den nächsten sehr wichtigen Schritt!

 

Schritt 3:

Locken stylen nach der Curly-Hair-Methode

Curly Hair Methode Locken stylen

Nach der Pflege sind deine Haare noch klatschnass. Das ist der perfekte Zeitpunkt für das Styling deiner Locken und den Beginn einer Styling-Routine. Denn wenn Locken eines lieben, dann ist es Feuchtigkeit, die du jetzt mit den Styling-Produkten im Haar halten kannst. Je mehr Feuchtigkeit, desto besser. Deswegen ist klatschnass perfekt.

Für das Styling brauchst du erstmal nur ein Haargel, welches deine Locken definiert, bändigt und schützt. Weitere Produkte wie Haarschaum, Haarcreme, Haarseren etc. kannst du deiner Lockenroutine später noch hinzufügen Sobald du deinen Haartyp noch besser kennst. Doch für den Start reicht Haargel völlig aus.

Das Haargel sollte frei von Silikonen, Alkoholen oder andere schädlichen Inhaltsstoffen sein. Es sollte nicht zu schwer oder zu klebrig sein, um deine Locken nicht zu beschweren oder zu verkleben. Ein Beispiel für ein Produkt ohne Silikone, Alkohol oder andere schädliche Inhaltsstoffe ist das Go&Home Summersplash*. Du kannst aber auch jedes andere Haargel verwenden, das diese Kriterien erfüllt. In meiner Lockenprodukte Empfehlungsliste findest du weitere geeignete Haargele.

Ein Geheimtipp: Nutze einfach selbstgemachtes Leinsamengel für diesen Schritt.

So gehst du beim Styling deiner Locken vor:

  • Gib eine haselnussgroße Menge des Produkts in deine Handflächen und verreibe es zwischen deinen Händen.
  • Trage das Produkt gleichmäßig auf deine klatschnassen Haare auf, indem du es sanft einarbeitest oder einknetest. Du kannst das Haargel einkneten, mit den Fingern einkämmen oder um den Finger wickeln um einzelne Strähnen zu definieren.
  • Möchtest du mehr Volumen, kannst du deine Haare vorher auch mit einem glatten Handtuch kneten und das Haargel auf das feuchte Haar auftragen
  • Verwende so viel oder so wenig Produkt, wie du möchtest. Experimentiere mit verschiedenen Mengen und Techniken, um herauszufinden, was für DICH am besten funktioniert. Je mehr Gel, desto definierter das Ergebnis.
  • Nun knetest du sanft deine Haare mit einem geeigneten glatten Handtuch von unten nach oben. Du kannst auch die Plopping-Methode anwenden, indem du deine Locken kopfüber in ein geeignetes Handtuch oder ein Baumwoll-T-Shirt wickelst und sie für einige Minuten in dem Haarturban lässt.
  • Für mehr Volumen am Ansatz kannst du den Haaransatz deiner Locken nach der sogenannten Clipping-Methode noch mit Klammern oben fixieren, bis sie trocken sind und trickst damit die Schwerkraft aus.

Yeah! Du hast das Styling erfolgreich abgeschlossen. Deine Locken sind jetzt definiert, gebändigt und geschützt. Du bist bereit für den letzten Schritt!

 

Schritt 4:

Locken schonend trocknen

Curly Girl Methode Locken schonend trocknen

Nach dem Styling sind deine Haare noch nass oder feucht. Das ist der Zeitpunkt, um deine Locken zu trocknen. Nach der Washing-Routine und der Styling-Routine kommt jetzt also die Drying-Routine.

Für das Trocknen brauchst du einen Föhn mit einem Diffusor-Aufsatz oder du lässt deinen Lockenkopf einfach an der Luft trocknen. Der Föhn sollte eine niedrige bis mittlere Temperatur und eine niedrige bis mittlere Geschwindigkeit haben. Der Diffusor-Aufsatz sollte groß und rund sein, um deine Locken sanft zu trocknen, ohne Frizz zu verursachen.

So gehst du beim Trocknen deiner Locken vor:

  • Lasse deine Haare an der Luft trocken, fasse sie dabei nicht mehr an. Wirf deine Locken nur hin und wieder sanft von einer Seite zur anderen, um einen platten Ansatz zu vermeiden.
  • Wenn du einen Föhn mit Diffusor-Aufsatz verwendest, nutze die mittlere Wärmestufe und föhne einen Bereich nach dem anderen.
  • Bewege den Föhn mit Abstand zum Haar langsam von unten nach oben. Fasse dabei deine Locken nicht an.
  • Trockne dein Haar so lange, bis es komplett trocken ist. Das kann bei langen Haaren schon mal 1 Stunde und mehr sein, bis das Haargel fest und sich auch der Haaransatz vollständig trocken anfühlt.
  • Sobald dein Haar trocken ist, löse eventuelle Klammern und knete deine Locken vorsichtig mit deinen Händen oder einem glatten Tuch durch, um den Gel-Cast zu brechen. Das ist die harte Schicht, die sich um deine Locken gebildet hat, um sie zu schützen.
  • Schüttle deine Locken vom Ansatz noch einmal aus, um ihnen mehr Volumen zu verleihen. Fertig!

Geschafft! Deine Locken sind jetzt trocken, weich und glänzend. Du bist fertig mit der Curly-Girl-Methode!

Curly-Girl-Methode Ergebnis

Typische Anfängerfehler

Als ich das erste Mal die Curly-Girl-Methode im Jahr 2015 entdeckt und ausprobiert habe, habe ich viele Fehler gemacht. Diese haben dazu geführt, dass ich die Methode schnell wieder aufgegeben habe. Doch du erfährst nun von diesen Fehlern und kannst sie von Anfang an vermeiden.

Fehler Nr. 1: Du verfällst in einem Produktrausch

Auf der Suche nach dem Heiligen Gral habe ich unzählige Produkte getestet und ausprobiert. Ich dachte, ich brauche sehr viele Produkte, um meine Locken schön zu pflegen. Ich habe dabei sooo viel Geld aus dem Fenster geworfen.

Doch die Curly-Girl-Methode ist einfach. Du brauchst nicht viel. Vor allem zum Start reichen Shampoo, Spülung und Haargel völlig aus. Später kannst du deiner Routine noch weitere Produkte hinzufügen. Aber Vorsicht, auch da lauert wieder ein potenzieller Fehler.

Fehler Nr. 2: Du kaufst Produkte auf Empfehlung anderer

Leicht passiert es, dass du nach geeigneten Produkten für die Curly-Girl-Methode suchst und dann schnell die gleichen Produkte bestellst, wie sie der wunderschöne Lockenkopf aus dem Instagram-Video XY benutzt. Leider ist das absolute Geldverschwendung. Denn du weißt nicht, welchen Haartyp dieser Lockenkopf hat, ob dicke oder dünne Haare, poröse oder gering poröse Haare. Ob derjenige hartes oder weiches Wasser zu Hause hat usw.

Daher suche nach der ersten Einstiegszeit Produkte nach deinem individuellen Haartyp aus. Wie du das genau machst, erfährst du in der Schritt-für-Schritt-Anleitung in meinem Lockenhandbuch “Lockenpflege mit Köpfchen” .

Fehler Nr. 3: Du hast eine falsche Erwartung

Trenn dich von dem Gedanken, dass deine Locken über Nacht perfekt werden. Die Curly-Girl-Methode ist der Beginn deiner Lockenreise. Es ist ein langfristiger Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Vergleich dich nicht mit anderen Lockenköpfen. Konzentriere dich auf deine eigene Lockenreise, Jede Locke ist einzigartig und wunderschön.

Häufige Fragen

Ist die Curly-Girl-Methode auch für feines Haar geeignet?

Ja absolut! Ich habe selbst feines Haar. Es gibt nur ein paar Dinge zu beachten. Du solltest deine Haare eher mit einem milden Locken Shampoo reinigen statt mit einem Conditioner. Zumindest die meiste Zeit. Denn Co-Washing kann für deine Haare zu schwer sein. Ansonsten solltest du noch darauf achten keine zu reichhaltige Spülung für die Pflege zu verwenden. Denn auch das kann deine Haare beschweren und zu Build-Up führen. Setzte grundsätzlich auf weniger statt mehr.

Welches Handtuch ist für die Curly-Girl-Methode geeignet?

Du solltest ein glattes Handtuch verwenden, um deine Haare nach dem Waschen sanft zu trocknen oder zu ploppen. Normale Frottee-Handtücher sind zu rau, können deine Locken schädigen und Frizz verursachen.

Ist für die Methode überhaupt ein Shampoo notwendig oder reicht es nicht, die Haare nur mit Spülung zu waschen?

In der ersten Version der Curly-Girl-Methode wurde nur das Waschen mit Conditioner empfohlen und auf Shampoo wurde komplett verzichtet. Nach einigen Jahren wurde diese Empfehlung aber zum Glück von der Erfinderin überarbeitet. In der 2. Version ihres Buches wird mittlerweile Conditioner oder ein mildes Shampoo empfohlen. Je nachdem, was deine Locken gerade brauchen. Denn nicht jedes Haar bzw. jede Kopfhaut kommt damit klar, nur mit Spülung gereinigt zu werden. Ich behaupte sogar, dass jeder Lockenkopf irgendwann ein Shampoo benötigt.

Ist eine komplette Produktserie besser oder sollte ich einzelne Produkte verschiedener Marken für die Routine zusammenstellen?

Das hängt von deinen persönlichen Vorlieben und deinem Haartyp ab. Du kannst verschiedene Produkte einer Serie oder verschiedener Marken  ausprobieren und kombinieren, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert. Wichtig ist, dass du nur Produkte ohne Silikone, Alkohol oder andere schädliche Inhaltsstoffe verwendest.

Verursacht die Curly-Girl-Methode Haarausfall?

Nein, die Curly Girl MethodeCurly-Girl-Methode Haarausfall. Im Gegenteil, sie kann deine Haare gesünder und stärker machen, indem sie ihnen mehr Feuchtigkeit und Nährstoffe zuführt. Es ist normal, dass du beim Waschen oder Kämmen einige Haare verlierst, das ist kein Grund zur Sorge.

Wie lange dauert es, bis ich Ergebnisse sehe?

Das hängt von deinem Ausgangszustand und deiner Konsequenz ab. Manche sehen schon nach wenigen Wochen eine Verbesserung ihrer Locken, andere brauchen mehrere Monate oder sogar Jahre, um ihre Traumlocken zu erreichen. Sei geduldig und gib nicht auf, es lohnt sich.

Wie gehe ich mit Schuppen oder Kopfhautproblemen um?

Wenn du unter Schuppen oder Kopfhautproblemen leidest, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um die Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung zu erhalten. Die Curly-Girl-Methode kann dir helfen, deine Kopfhaut zu pflegen und zu beruhigen, indem du sanfte Produkte verwendest und deine Haare nicht zu oft wäschst.

Wie kann ich die Locken über Nacht schützen und auffrischen?

Du kannst deine Locken über Nacht schützen und auffrischen, indem du sie zum Beispiel in einem Ananas-Zopf hochbindest oder in einer Seiden-Haube bettest. Am nächsten Morgen kannst du sie mit einer Sprühflasche mit Wasser oder einem Leave-in-Conditioner befeuchten und neu formen.

Mehr Infos findest du in den folgenden Artikeln:

Funktioniert die Curly-Girl-Methode auch für mich als Mann?

Ja, die Curly-Girl-Methodefunktioniert auch für Männer. Denn natürlich kannst du auch als Mann lockiges oder welliges Haar haben und davon profitieren, es richtig zu pflegen und zu stylen. Die Curly-Girl-Methode ist nicht nur für Frauen gedacht, sondern für alle Menschen, die ihre natürlichen Locken oder Wellen lieben oder lieben lernen möchten. Das gilt auch für Männer, die oft unter dem Druck stehen, ihr Haar kurz zu tragen oder zu glätten .

Bekomme ich durch die Curly-Girl-Methode Locken, wenn ich glatte Haare habe?

Grundsätzlich wurde diese Methode für Menschen mit natürlichen Locken oder Wellen entwickelt. Aber mir wurde schon oft berichtet, dass manche dadurch mehr Wellen bekommen haben. Das kann durchaus sein. Vor allem wenn du glaubst, du hast keine richtigen Locken, aber wirklich glatt sind sie auch nicht. Wenn du jedoch richtig glattes Haar hast, wird es durch die Curly-Girl-Methoderhand plötzlich lockig. Das ist leider Unsinn. Doch du pflegst deine Haare trotzdem.

Wavy-Girl-Methode – Tipps für welliges Haar

Wenn du “nur” Wellen hast, egal ob leichte oder stärkere, dann ist für dich die Curly-Girl-Methode ebenfalls geeignet. Jedoch solltest du ein paar Dinge beachten:

  • Deine Haare werden nicht so trocken sein wie bei richtigen Locken, daher kann das Waschen mit Conditioner für dich schnell zu viel sein und deine Wellen glattziehen. Daher empfehle ich dir das Haarewaschen mit einem milden Shampoo.
  • Trage Conditioner erst ab den Ohren bis in die Längen auf. Wenn du die Spülung zu nah an deinem Haaransatz aufträgst, kann diese deine Wellen beschweren und langziehen.
  • Spüle den Conditioner immer komplett aus. Wenn du Spülung im Haar als Leave-in lässt, kann das deine Wellen beschweren.
  • Wenn deine Wellen gut gepflegt sind, nicht zu Knötchen neigen und wenig Frizz aufweisen, kannst du den Conditioner nach der Haarwäsche auch weglassen und direkt zum Stylen übergehen
  • Drücke das Wasser mit einem glatten Handtuch oder einen Baumwoll-T-Shirt aus deinen Haaren, bevor du ein Haargel benutzt.
  • Wenn du deine Wellen stärker hervorbringen möchtest, solltest du sie mit einem Föhn mit Diffusor-Aufsatz komplett trockenföhnen. Das Trocknen an der Luft zieht durch die Schwerkraft deine Wellen glatt.

Meine Kritik an der Curly-Girl-Methode

Die Curly-Girl-Methode ist eine tolle Anleitung, um deine Locken besser zu pflegen. Vor allem wenn du gerade erst anfängst deine Locken richtig zu pflegen,  ist sie der perfekte Einstieg auf deiner Lockenreise. Dennoch solltest du dieser Methode nicht für immer blind befolgen. Passe die Regeln nach der ersten Zeit an deine Haare und dein Leben an und trau dich, manche Dinge kritisch zu hinterfragen.

Ich habe mich beim ersten Mal sehr dogmatisch an die Regeln der ersten Version der Curly-Girl-Methodeg ehalten, nur Co-Wash  erlaubt, nie Shampoo. Und bin damit langfristig nicht an mein Ziel gekommen. Ich forschte und experimentierte jahrelang und weiß heute:

Die richtige Lockenpflege ist super individuell  und passt in keine Schublade.

Erst seit ich die Pflege an meine Haare und mein Leben angepasst habe, sehe und fühle ich nachhaltige Erfolge und bin viel zufriedener. Ohne dabei Sklave meiner Haare zu sein. Denn genau das war ich früher. Und genau das beobachte ich bei vielen Lockenköpfen, in Facebookgruppen, auf Instagram und Co. Daher nimm die Curly-Girl-Methode als das, was sie ist. Ein Einstieg in die Lockenwelt. Eine allgemeine Anleitung zum Pflegen der Locken. Und passe sie an den Stellen an, wo es für dich Sinn ergibt.

Die Curly-Girl-Methode zusammengefasst

So, jetzt kennst du die Curly-Girl-Methode bis ins kleinste Detail. Im Folgenden nochmal eine kurze Zusammenfassung.

Curly Girl Methode Schritt für Schritt Anleitung

Fazit

Die Curly-Girl-Methode ist ein super Einstieg in deine neue Pflegeroutine. Hast du Locken, Wellen oder krauses Haar, probiere die Methode unbedingt mal für dich aus.

Wie du wahrscheinlich gemerkt hast, kannst du diese Methode unendlich erweitern und für dich anpassen. Das finde ich auch wichtig, da ich nichts davon halte, einer Methode dogmatisch und stur zu folgen, ohne die Reaktionen der eigenen Haare zu beachten. Daher beobachte deine Haare, wie sie mit der Curly-Girl-Methode klarkommen und passe sie gegebenenfalls einfach an.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Schreibe mir gerne deine Erfahrungen, Probleme und Fragen in die Kommentare!

Naturlocken pflegen – 5 Dinge die du unbedingt wissen musst.

Naturlocken pflegen – 5 Dinge die du unbedingt wissen musst.

Naturlocken pflegen – 5 Dinge die du unbedingt wissen musst.

Naturlocken pflegen: Wie mache ich das am besten?

Diese Frage habe ich mir die letzten Jahre ziemlich oft gestellt. Tatsächlich ist das auch nicht so leicht und pauschal zu beantworten.

Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, das du viel mehr die folgende Fragen beantworten solltest:

Was brauchen deine Locken wirklich?

Kennst du die Bedürfnisse deiner Haare, den aktuellen Zustand und die genaue Struktur?

Weißt du genau welche Kosmetik Inhaltsstoffe zu deinen Haaren passen und welche nicht?

Nein?

Dann ist das der Grund, warum du bei der Pflege deiner Naturlocken bisher versagt hat.

Die eigenen Haare kennen und verstehen lernen, ist der Schlüssel für gesunde und schöne Locken. Ohne dieses Wissen kannst du unmöglich deine Naturlocken richtig pflegen.

Warum?

Jeder Mensch ist einzigartig und damit auch sein Haar.

Es können nicht alle Haare gleich behandelt werden mit der Erwartung, dass die Ergebnisse gleich sind.

Wir beide wissen, dass dem nicht so ist.

Also wenn du deine Naturlocken optimal pflegen möchtest, ist es notwendig die Grundlagen der eigenen Haare zu kennen.

Nur wenn du deine Haare und die Bedürfnisse kennst, kannst du selbstsicher die richtigen Pflegeprodukte und Methoden für deine Naturlocken aussuchen.

Wie wäre es wenn das Rätselraten bei der Auswahl deiner Shampoos, Spülungen und co. endlich ein Ende hätte?

Genau das möchte ich!

Daher zeige ich dir 5 Merkmale deiner Haare, die darüber entscheiden welche Produkte du auswählen solltest und welche nicht.

Also los geht’s…

1. Haardicke

Die Haardicke ist der Durchmesser eines Haares.

Feines Haar hat einen kleineren Durchmesser als der Durchschnitt. Dickes Haar folglich einen größeres Durchmesser.

Die Haardicke ist ein ganz entscheidendes Merkmal für die Pflege deiner Haare.

Wann ist ein Haar fein, mittel oder dick?

Oft wird die Haardicke mit der Haardichte verwechselt.

Hast du beispielsweise einen dicken Pferdeschwanz kannst du auch sehr viele und feine Haare haben. Ein kleiner Pferdeschwanz heißt auch nicht unbedingt, dass du dünne Haare hast. Es könnte sein, dass du dicke aber wenige Haare hast.

Auch ist das Volumen der Haare bei Naturlocken wesentlich höher. Diese optische Täuschung kann dann auch sehr schnell dazu verleiten, zu denken, das man dicke Haare hat.

Doch warum ist es für die Pflege deiner Naturlocken so wichtig, die eigene Haardicke zu kennen?

Die Haardicke entscheidet darüber ob deine Naturlocken von Natur aus kräftig und widerstandsfähig oder leicht anfällig für Schäden sind.

Also ob deine Haare schnell brechen.

Denn je dicker dein Haar ist, desto höher ist der Anteil der Faserschicht (Cortex). Je geringer der Anteil der Faserschicht desto schneller gehen die Haare kaputt.

Damit das nicht passiert und du ein Haar wie Rapunzel bekommst, ist es wichtig die richtige Haarpflege passend zu deiner Haardicke auszuwählen.

Feines Haar

Feines Haar ist leicht zu stylen. Es lässt sich einfach verformen (z.B. glätten) und hält die neue Form länger.

Bei den Produkten benötigt dieses Haar leichtere Inhaltsstoffe wie Milch oder leichte Butter (z.B. Mangobutter).

Wenn reichhaltigere Produkte wie (Sheabutter, Kakaobutter, Olivenöl etc.) verwendet werden, kann es relativ schnell passieren, dass das Haar überpflegt wird und sich die Naturlocken aushängen.

Feines Haar ist extrem anfällig für Schäden, daher sollte regelmäßig eine Proteinkur durchgeführt werden (vor allem wenn du Hitze verwendest, färbst oder oft in die Sonne gehst). Diese stärken das Haar und machen es widerstandfähiger.

Eine intensive (über Nacht) Ölanwendung vor jeder Haarwäsche hilft ebenfalls gegen Schäden.

Mittleres Haar

Mittleres Haar ist ganz normales Haar und lässt sich gut stylen. Es lässt sich deutlich schwieriger überpflegen.

Bei der Auswahl der Inhaltsstoffe ist dieses Haar sehr genügsam. Es mag sowohl Feuchtigkeit als auch Proteine.

Doch zu häufige und zu starke Proteinkuren mag es jedoch nicht so gerne.

Falls du es mit Proteinen übertreibst, läufst du relativ schnell mit einem Vogelnest auf dem Kopf rum.

Dickes Haar

Dickes Haar ist deutlich grober, stärker und widerstandsfähiger als feines oder mittleres Haar.

Es lässt sich schwerer stylen, färben und verformen.

Dieses Haar kann nicht genug von reichhaltigen Cremes, Ölen und Buttern bekommen. Sie fungieren als Weichmacher in den Produkten und machen das Haar schön geschmeidig.

Hier gilt: Keine oder sehr wenig Proteine.

Da dieses Haar von Natur aus viele Proteine aufweist (hoher Anteil an Faserschicht), kann es bei zusätzlichen Proteinen sehr schnell starr und störrisch werden.

Folge ist Haarbruch.

Daher solltest du hier besonders vorsichtig mit Proteinen sein.

Die Haardicke ist also ein Merkmal wie stark und widerstandfähig deine Naturlocken sind. Sie sagt jedoch nichts darüber aus wie schnell deine Haare austrocken und wie gut sie Feuchtigkeit aufnehmen können.

Diesen Part übernimmt die Haarporosität.

2. Haarporosität

Haarporosität ist die Fähigkeit deiner Haare, Feuchtigkeit in den Haarschaft zu absorbieren und zu halten.

Diese Fähigkeit wird durch die Flexibilität der Schuppenschicht bestimmt und variiert zwischen niedriger, normaler und hoher Porosität.

Hohe Porosität

Ein Haar mit hoher Porosität hat eine weit offene Schuppenschicht. Es absorbiert Feuchtigkeit sehr leicht, verliert sie aber auch sehr schnell wieder.

Stark poröses Haar ist oft geschädigt und kann richtige Löcher in der Haarstruktur aufweisen. Das Haar glänzt nicht und fühlt sich rau an.

Proteine und bestimmte Öle (z.B. Jojobaöl) sind hier wahre Wunderhelfer.

Normale Porosität

Haar mit mittlerer Porosität, ist der ideale Zustand.

Die Schuppenschicht des Haares ist kompakt, aber offen genug, um Feuchtigkeit gut aufzunehmen und zu speichern. Haar mit mittlerer Porosität sieht gesund aus und glänzt.

Dieses Haar ist einfach zu stylen und zu pflegen.

Geringe Porosität

Haar mit geringer Porosität hat eine sehr glatte und kompakte Schuppenschicht.

Es glänzt sehr stark und sieht gesund aus. Durch die sehr glatte Schuppenschicht lässt es sich jedoch schwer stylen und nimmt Farbe nicht so gut auf.

Das kann schnell dazu führen, dass sich reichhaltige Produkte auf der Oberfläche anlagern, statt einzudringen. Folge sind fettige und schmierige Haare.

Wenn deine Haare gering porös sind, solltest du mit den Proteinen vorsichtig sein. Wenn du Proteine hinzufügen möchtest, sollte das Produkt am besten hydrolyzed Proteine enthalten. Also z.B. Hydrolyzed Silk protein. Diese Proteine sind von der Molekülstruktur kleiner und können besser in dein Haar gelangen als Proteine ohne das Wort „hydrolyzed“.

Wie wird die Porosität beeinflusst?

Wenn die Haare aus der Wurzel dringen haben sie eine geringe Porosität.

Sobald sie länger werden und verschiedenen Faktoren wie beispielsweise Sonne, Meer, Chlor (Schwimmbädern), Hitze, Färbemitteln und/oder Relaxern ausgesetzt sind, kann sich auch die Porosität ändern.

Es kann also durchaus sein, dass deine Haare an der Kopfhaut gering porös sind und deine Haarspitzen eine hohe Porosität aufweisen.

Warum solltest du die Porosität deiner Haare kennen?

Feuchtigkeit ist der Schlüssel für gesunde Naturlocken.

Die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, ist dabei ein bedeutender Faktor.

Wenn dieser Faktor gestört ist und du nichts dagegen tust, sind deine Naturlocken einfach nicht gesund.

Neben der Haardicke und der Porosität spielen auch noch die Haardichte und die Elastizität eine Rolle bei der Zusammenstellung deiner optimalen Haarpflege.

3. Haardichte

Mit der Haardichte ist ganz einfach gemeint wie viele Haare du auf dem Kopf hast.

Sie wird unterteilt in gering, normal und hoch.

Warum ist die Haardichte für deine Haarpflege ebenfalls wichtig?

Bei der Produktauswahl ist es sehr hilfreich wenn du deine Haardichte kennst.

Hast du beispielsweise eine geringe Haardichte benötigst du Produkte die Volumen erzeugen.

Anders verhält es sich wenn du sehr viele Haare hast. Dann benötigst du ein Gel welches deine Locken richtig definiert und Volumen reduziert.

4. Elastizität

Elastizität ist die Fähigkeit deiner Haare in die Länge gezogen zu werden und wieder in den Ursprungszustand zurückzukommen ohne dabei zu reißen.

Es wird in normaler und geringer Elastizität unterschieden.

Normale Elastizität

Wenn deine Haare eine normale Elastizität aufweisen kannst du eine Locke im nassen Zustand lang ziehen (ca. 50%) und sie kommt in demselben Zustand wieder zurück.

Oder du nimmst ein nasses Haar und ziehst es in die Länge (ca. 50%) und es kommt zurück ohne zu reißen.

Geringe Elastizität

Du hast eine geringe Elastizität wenn die Locke nicht wieder in ihren normalen Haarzustand zurückgekehrt ist oder dein Haar gerissen ist.

Es ist wichtig, dass du den Test im nassen Zustand machst. Deine Haare werden im trockenen Zustand deutlich elastischer sein.

Das wird das Ergebnis verfälschen.

Wenn deine Haare wenig elastisch sind, warum ist das so?

Der Hauptgrund  ist Feuchtigkeitsmangel. Wenn du trockene Haare hast, ist automatisch auch die Elastizität deiner Haare gering.

Feuchtigkeitsmangel kann durch extrem poröse Haare, äußere Einflüsse (Sonne, Chlor, Hitze) oder sehr trockene Luft entstehen.

Je höher die Luftfeuchtigkeit(z.B. im Sommer) desto mehr Feuchtigkeit kann dein Haar speichern. Ist die Luftfeuchtigkeit sehr gering (z.B im Winter, Heizungsluft etc.) dann gibt dein Haar die Feuchtigkeit an die Luft ab.

Regelmäßige Feuchtigskeitskuren, Haare waschen mit Spülung und das vermeiden von schädlichen Inhaltsstoffen kann deine Haare wieder elastisch machen.

Warum sollten deine Haare sehr elastisch sein?

Elastizität ist für uns Lockenköpfe besonders wichtig damit sich die Locken nicht aushängen. Zusätzlich wird durch die Elastizität Haarbruch vermieden.

Du hast es fast geschafft.

Zu guter Letzt spielt auch die Haarform bei der Pflege deiner Naturlocken eine Rolle.

Wenn auch eine nicht so große.

5. Haarform

Die Form deiner Haare wird durch die Art und Weise bestimmt, wie das Haar in der Haarfollikel wächst.

Die Form hat direkten Einfluss auf die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.

Warum?

Die Feuchtigkeit in unseren Haaren wird durch Sebum, ein öliges Sekret auf unserer Kopfhaut beeinflusst.

Je lockiger dein Haar ist, desto schwieriger ist es für den Talg die gesamte Länge des Haares zu durchlaufen und es vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen.

Aus diesem Grund ist lockiges und krauses Haar von Natur aus trocken.

Im Internet hast du vielleicht schon von der Einordnung deiner Haare zu einem bestimmten Haartyp gelesen.

Diese Einordnung deiner Locken zu einem Haartyp kann dir bei deiner Pflege helfen. Dennoch sind die anderen Merkmale viel entscheidender um deine Naturlocken optimal zu pflegen.

Fazit

Mit dem Wissen um die Dichte, Porosität, Dicke, Elastizität und Form deiner Haare, wirst du deine Naturlocken endlich optimal pflegen.

Wenn du dich jetzt fragst welche Eigenschaften deine Haare haben, dann hol dir mein Lockenhandbuch „Lockenpflege mit Köpfchen – Finde in nur 6 Schritten deine idealen Pflegeprodukte“. Darin zeige ich dir Schritt für Schritt, bis ins kleinste Detail, wie du herausfindest welche Eigenschaften deine Haare haben, wie sie auf Wetter reagieren und wie du dann mit diesem Wissen endlich deine ideale Pflege findest.

3 Gründe warum der Haartyp für deine Lockenpflege egal ist.

3 Gründe warum der Haartyp für deine Lockenpflege egal ist.

3 Gründe warum der Haartyp für deine Lockenpflege egal ist.

Kennst du deinen genauen Haartyp?

Nein?

Tja dann verrate ich dir hiermit ein Geheimnis.

Es ist nicht wichtig.

Zumindest nicht so wichtig wie es oft propagiert wird.

Doch möchte dir erstmal erklären was mit dem Begriff überhaupt gemeint ist.

Wenn du schon nach Pflegetipps und -produkten für Locken im Internet gesucht hast oder deine Haare nach der Curly Girl Methode pflegst, ist dir wahrscheinlich schon mehrmals der Begriff “Haartypen” begegnet.

Dieser Begriff entwickelte sich aus der Musterklassifikation von Andre Walker.

Was ist die Haartypen Klassifikation?

Bestimmt ist dir schon aufgefallen das Locken nicht gleich Locken sind.

Afrikanische Frauen haben beispielsweise oft sehr lockiges bis krauses Haar. Europäische Frauen haben Wellen bis leichte Locken.

Einfach ausgedrückt, Haarmuster können von glattem bis zu krausem Haar reichen.

Die Haartypen sind also lediglich ein äußeres Unterscheidungsmerkmal.

In seinem Buch* identifizierte Andre Walker 4 verschiedene Haartypen und jeder hat 3 Unterkategorien (a, b und c).

Haartypen Klassifikation

Wenn du deine Produkte aus dem amerikanischen Markt beziehst, wirst du bereits über diese Klassifizierung gestolpert sein.

Haartypen

Warum soll dir das Einordnen deiner Haare zu einer bestimmten Haartypen Kategorie helfen?

Nun, der Zweck hinter dieser Klassifizierung ist es, uns Lockenköpfe zu helfen, die richtigen Produkte für unsere Haare auszuwählen.

Dabei werden den einzelnen Haartypen unterschiedliche Haareigenschaften zugeordnet.

Typischerweise werden für welligeres Haar leichtere Produkte und für krauses Haar sehr reichhaltige Produkte empfohlen.

Je lockiger das Haar desto trockner ist es.

Warum sind Locken trockner als glatte Haare?

Die Form unseres Haares wird durch die Art und Weise bestimmt, in der es in den Haarfollikeln wächst, und dies hat direkten Einfluss auf die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.

Haartypen Wachstum lockigs Haar

 

Die Feuchtigkeit in unseren Haaren wird durch Sebum, ein öliges Sekret auf unserer Kopfhaut, das jeder hat, erhalten.

Je lockiger dein Haar ist, desto schwieriger ist es für das Sebum die gesamte Länge des Haares zu durchlaufen und es vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen.

Aus diesem Grund ist lockiges und krauses Haar von Natur aus trocken.

Warum glaube ich dennoch, dass die Haartypen für deine Lockenpflege nicht wichtig ist?

Das Problem ist, es wird nur die Form der Haare betrachtet. Das hat zwar einen Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt deiner Haare, aber es ist nur ein Aspekt.

Meiner Meinung nach der am wenigsten wichtigste.

Folgende 3 Gründe machen deutlich, warum das so ist.

1. Haartypen & Haareigenschaften

Die anderen Haareigenschaften wie Haardichte, Haardicke, Porosität und Elastizität werden völlig ignoriert.

Hast du beispielsweise 3a Locken und sehr dicke Haare brauchst du eine andere Pflege als wenn du 3a Locken und sehr feines Haar hast.

Genauso kann es sein, wenn du dicke und poröse 2b Wellen hast, eine reichhaltigere Pflege benötigst als wenn du, feine und nicht poröse 4a Locken hast.

Ich habe am Anfang viele Youtube Videos geschaut und nach Mädels gesucht die den gleichen Haartyp wie ich haben. Hatte ich eine gefunden, dann habe ich dieselben Produkte probiert.

Leider hat das selten wirklich funktioniert und ich hatte nicht verstanden warum.

Ich war am Verzweifeln.

Die Pflegeprodukte werden nicht nach dieser Klassifizierung entwickelt, sondern nach bestimmten Bedürfnissen. Wie beispielsweise Haardicke, Porosität, Dichte und Elastizität.

Die Bedürfnisse der eigenen Haare zu kennen, ist der Schlüssel um Naturlocken richtig zu pflegen.

2. Haartypen & Klima

Abgesehen von deinen Haareigenschaften wird ebenso völlig ignoriert wo wir leben und welches Klima dort herrscht.

Die Art und Weise, wie deine Haare aussehen wird stark durch die Luftfeuchtigkeit beeinflusst.

Wenn beispielsweise die Luft sehr trocken ist und deine Produkte unter den ersten 5 Inhaltsstoffen Glycerin enthalten, wird dein Haar austrocknen. Bei fortgesetzter Verwendung kann das zu Haarbruch führen.

Das Glycerin ist dafür gedacht das deine Haare das Wasser beim Duschen besser aufnehmen. Es fungiert also als Befeuchter.

Bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit macht das Glycerin jedoch genau das Gegenteil. Es entzieht deinen Haaren die Feuchtigkeit und gibt sie an die Umgebung ab.

Daher ist es wichtig, sich mit den Inhaltsstoffen der Haarprodukte vertraut zu machen und diese an das Klima in dem du lebst anzupassen. Dabei ist völlig egal welchen Haartyp du hast.

3. Du hast mehrere Haartypen

Was passiert wenn du mehrere Haartypen auf dem Kopf hast?

Welche Produkte sollst du jetzt verwenden?

Ich persönlich fand es immer schwierig meine Haare in nur eine Kategorie einzuordnen. Mein Deckhaar ist nicht so lockig wie die Haare am Nacken. Somit könnte ich meine Haare sowohl in die Kategorie 2b, 2c oder auch 3a einsortieren.

Vielleicht geht es dir auch so? Nun könnte ich verschiedene Produkte verwenden. Doch erstens ist das ziemlich teuer und zweitens auch ziemlich nervig und kompliziert.

Würdest du drei verschiedene Haarspülungen, Shampoos und Cremes für die unterschiedlichen Bereiche deines Kopfes verwenden?

Wahrscheinlich nicht…

Fazit

Wie du siehst, ist der Haartyp lediglich ein erster Anhaltspunkt.

Mehr aber auch nicht. Es reicht wenn du deine Haare in die Klassen 2, 3 und 4 einordnest.

Die Faktoren wie Haardichte, Porosität, Haardicke, Elasizität und das Klima  spielen eine viel größere Rolle bei der Auswahl der Pflegeprodukte, als dein Haartyp.