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Selbstgemachtes Wascherde Shampoo für Locken

Selbstgemachtes Wascherde Shampoo für Locken

Dies ist ein Gastartikel von Leserin Patrizia.

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Da meine Haut im Herbst unter der Wetterumstellung leidet, juckt und spannt, habe ich begonnen, mich mehr um die Inhaltsstoffe meiner Kosmetik zu kümmern.

Ich habe eine atopischen Haut. Hierbei ist die Hautbarriere geschädigt. Dadurch reagiert sie empfindlicher auf bestimmte Umweltreize und neigt zu Trockenheit, Juckreiz und Entzündungen.

Dazu kam eine Rosazea. Das ist eine Hautkrankheit, die überwiegend im Bereich des Mittelgesichts auftritt, im Alter von 30 beginnt und sich ab dem 40.Lebensjahr deutlich verstärkt. Sie tritt mit Hautrötungen, schuppender Haut und z.T. mit akneartigen Pusteln und Papeln auf. Rosazea-Haut benötigt besondere Pflege, die leicht ist und die Haut nicht verstopft. Hier kann z.T. herkömmliche Naturkosmetik eher kontraproduktiv sein, da diese mit den enthaltenen Ölen eher schwer auf der Haut liegt.

Ich habe mich durch viele Produkte probiert.

Da ich einige Inhaltsstoffe der „curly-girl-tauglichen“ Produkte nicht vertage, und nun auch meine Kopfhaut (vielleicht stressbedingt!?) zu jucken begann, habe ich auf diese Produkte komplett verzichtet, und bin wieder zur selbstgemachten Kosmetik übergegangen.

Besonders gut bekommt meinen Haaren das Wascherde-Zuckertensid-Shampoo von „meinekosmetik.de“, das die Haare mild reinigt und auch ohne zusätzliche Spülung pflegt. Ich habe dabei das Tensid Sanfttensid HTgegen ein mildes Tensid ausgetauscht, welches ich zu Hause hatte. Die Mengenangabe von Betaine habe ich um 20g reduziert., damit das Shampoo noch milder ist.

Wascherde-Shampoo-Rezept:

  • 1 Messlöffel Haarguar (INCI: Hydroxypropyl Guar, Hydroxypropyldrimonium Chloride)
  • 100 ml abgekochtes, handwarmes Wasser (besser destilliertes Wasser)
  • 20g Ghassoul (=Wascherde)
  • 50g Betain (INCI: Cocamidopropyl Betaine)
  • 15g Coco Glucosid (oder Sanfttensid HT)
  • 1 Messlöffel  D-Panthenol
  • ½ Messlöffel  Fluid Lecithin Super
  • ½ Messlöffel Weizenprotein
  • 10-20 Tr. Lavendelöl

1 Messlöffel entsprich 2,5g/ml.

Meine Grundausstattung habe ich mir bei „meinekosmetik.de“, Dragonspice und Amazon zusammengekauft.

  • Messlöffel

Zunächst wird das Haarguar mit Wasser  klümpchenfrei vermischt und dann das Ghassoul untergerührt. In einem weiteren Becherglas mixt man die beiden Tenside (Betain und Coco Glucosid)  und gibt dann die Wasser-Wascherde-Mischung unter Rühren zu den Tensiden.

Dann die weiteren Zusatzstoffe hinzugeben.

Zur Konservierung dient das Lavendelöl. Dies kann auch durch ein anderes äther. Öl ausgetauscht werden. Ich kombiniere es wegen meiner gereizten Kopfhaut gerne mit Teebaumöl. Wenn das Schampoo sehr warm steht oder nicht schnell verbraucht wird, sollte man es mit 20 Tr. Paraben K konservieren.

Als Alternative zu Paraben K kann man Rokonsal verwenden, das BDHI zugelassen ist. Hierbei ist zu beachten, dass der ph-Wert des Shampoos nicht über 5,4 liegen sollte (ansonsten müsste man ihn mit Zitronen- oder Milchsäure einstellen).

Aus dem o.g. Rezept entstehen dann ca. 100ml Shampoo, das bei mir ca. 3 – 4 Wochen hält (mit Konservierung), bei täglichem Haare waschen. Vor Gebrauch sollte das Shampoo auf jeden Fall immer gut geschüttelt werden!

Das Shampoo muss nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn man es zügig verbraucht bzw. nicht in der Sonne stehen lässt. Ich konserviere meine gesamten selbstgemachten Produkte, weil ich lieber einen bekannten Konservierungststoff in Kauf nehme, als mir Bakterien oder Pilze auf Gesicht, Kopf oder Körper schmiere.

Hierzu würde ich die Artikel „Naturkosmetik konservieren“ und „Konservierungmittelfrei?“ von Heike Käser auf ihrem Blog „Olionatura“ empfehlen. Da kann man sich dann selbst eine Meinung darüber bilden bzw. hinterfragt die Haltbarkeitsfristen von Kaufkosmetik.

Liebe Grüße

Patricia

 

 

Dieser Artikel enthält Werbe-Links*. Mehr dazu liest du hier.
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Hi, ich bin Elisa


Chaotischer Lockenkopf, Haarfanatikerin und verliebt in Naturlocken.

Ich zeige dir, wie du erkennst was deine Locken wirklich brauchen und gebe dir jede Menge Tipps & Tricks für deine Haarpflege.

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Haare waschen mit Roggenmehl: Auch für deine Locken geeignet?

Haare waschen mit Roggenmehl: Auch für deine Locken geeignet?

Haare waschen mit Roggenmehl: Auch für deine Locken geeignet?

Haare waschen mit Roggenmehl für Locken geeignet
Hast du schon mal davon gehört, die Haare mit Roggenmehl zu waschen?

Wahrscheinlich ist der Trend nicht an dir vorbeigegangen. Aber vielleicht hast du dich gefragt, ob diese Waschalternative auch für dein lockiges Haar geeignet ist?

Dann ist dieser Artikel für dich.

Ich habe versucht, meine Locken innerhalb 30 Tagen nur mit Roggenmehl zu waschen. Meine Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen teile ich hier mit dir.

Warum kommt man überhaupt auf die Idee, sich mit Roggenmehl die Haare zu waschen?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Heutzutage verzichten viele, soweit es geht, auf Plastik. Das schließt auch die Plastikverpackung vieler Shampoo-Flaschen ein.
  • Roggenmehl ist eine natürliche und milde Alternative zum Waschen mit Tensiden. Also eine No-Poo-Variante. Der Dreck wird dabei nicht durch chemische Inhaltsstoffe, sondern durch Stärke entfernt.
  • Das Haarewaschen mit Roggenmehl ist eine günstige Alternative.
  • Haare waschen mit Roggenmehl soll nicht nur reinigen, sondern auch pflegen.

Was mich dabei stutzig macht: Kann die enthaltene Stärke im Roggenmehl wirklich die Haare sauber machen? Bekomme ich nicht auf Dauer Build-up (= Produktablagerungen auf den Haaren)?

Nun, ich habe mir mehrere Erfahrungen (zum Beispiel diese oder diese) durchgelesen und war überrascht, wie gut das funktionieren soll. Doch diese Methode wird immer von Frauen mit glatter Haarpracht angewendet, welche nach dem Waschen nichts weiter in die Haare geben. Höchstens eine Apfelessig-Rinse.

Daher war meine Vermutung, dass die Stärke im Roggenmehl, Produktrückstände von Stylingprodukten wie Gel, Creme und Leave-In nicht entfernen wird.

Ich konnte mir nicht vorstellen, nur Roggenmehl zu verwenden und sonst nichts. Schließlich ersetzen die Stoffe in Leave-Ins, Cremes & Co. den Sebum meiner Kopfhaut, da dieser bei Locken nicht ohne Weiteres bis in die Spitzen kommt.

Also habe ich beschlossen, ein kleines Experiment zu starten. Ich wollte meine Haare im Zeitraum von 30 Tagen nur mit Roggenmehl waschen.

Mein 30-Tage-Experiment:
Locken waschen mit Roggenmehl

Haare waschen mit Roggenmehl + Leinsamengel: Tag 1 – 14

Die ersten zwei Wochen wollte ich meine Locken mit Roggenmehl waschen und zum Stylen nur pures Leinsamengel, ohne Zusätze, verwenden. Leinsamengel ist wasserlöslich und somit ist das Build-up-Risiko dadurch gleich null.

Ich habe in den ersten zwei Wochen weder Pflegespülung, Leave-In Spülungen oder Stylingprodukte benutzt. Ich wollte wissen, ob nur Roggenmehl und Leinsamengel ausreicht. Eine richtige DIY-Zero-Waste-Pflege also.

Haare waschen mit Roggenmehl + normale Routine: Tag 15 – 30

Die nächsten zwei Wochen wollte ich dann meine gewohnte Routine anwenden und lediglich mein mildes Locken-Shampoo durch Roggenmehl ersetzen.

Weiter unten im Artikel erfährst du, wie gut das alles funktioniert hat.

Genug des Vorgeplänkels. Wie habe ich mir das Roggenmehl angemischt? Wie habe ich die Mischung verwendet? Was sind meine Erfahrungen? Nachfolgend erfährst du, wie ich mich auf das 30-Tage-Experiment vorbereitet habe.

 

Vorbereitung

Bevor ich das Roggenmehl-Experiment gestartet habe, wollte ich das meine Haare wirklich frei von Produktrückständen wie Ölen oder Quats sind.

Daher habe ich davor ein Tiefenreinigungsshampoo benutzt. Keine Haarmaske. Keine Kur. Keine anderen Produkte. Lediglich Leinsamengel habe ich danach verwendet.

Das fanden meine Locken schon mal nicht so prickelnd. Allerdings wollte ich wissen, wie gut Roggenmehl reinigen kann. Um die Waschleistung im Anschluss beurteilen zu können, brauchte ich davor wirklich saubere Haare.

Falls du noch Silikone in deiner Haarpflege verwendest, solltest du auch unbedingt eine Tiefenreinigung davor machen. Ansonsten ist es kein Muss.

Rezept & Anleitung

Ich habe meine Haare mit Roggenmehl Type 1150 & Type 997 und mit Vollkorn-Roggenmehl gewaschen, um zu sehen, wie sich die Mehle in Anwendung und Wirkung unterscheiden.

Dafür habe ich jedes Mal folgendes Rezept verwendet:

  • 20 g Roggenmehl
  • 80 ml destilliertes Wasser
  • Je nach pH-Wert ein Spritzer Zitrone oder Essig
Haarewaschen mit Roggenmehl Anleitung

Ich habe das Roggenmehl und das Wasser in eine Schüssel gegeben und die Zutaten gut mit einem Schneebesen miteinander verrührt. Danach habe ich immer den pH-Wert der Mischung kontrolliert. Bei mir hatte die Mischung oft einen pH-Wert von 6 – 6,5. Daher habe ich immer noch etwas Zitronensaft hinzugeben, um den pH-Wert auf einen für die Kopfhaut freundlichen Wert von 5,5 zu senken. Du kannst auch Essig statt Zitronensaft verwenden.

Die Mischung sollte nicht zu fest sein, eher etwas flüssig. Denn dann kannst du sie besser auf dem Kopf verteilen. Ich habe alles zum besseren Auftragen in eine Applikator-Flasche gefüllt. Du kannst die Mischung aber auch direkt aus der Schüssel benutzen.

Du kannst die Pampe direkt auf den Kopf gegeben und deine Haare damit waschen. Du kannst die Mischung aber auch erstmal 1 – 2 Stunden oder über Nacht stehen lassen. Je länger du das Gemisch ziehen lässt, desto dickflüssiger wird es und desto weniger reinigend ist es.

Beim Verteilen achte darauf, alles nur auf die Kopfhaut zu geben. Diese möchtest du reinigen, daher müsste die oben genannte Menge auch für jeden Lockenkopf geeignet sein, da die Haarlänge unerheblich ist.

Kleiner Tipp am Rande: Beim Ausspülen auch die Ohren schön sauber machen. Die ersten Male war ich da etwas schludrig und hatte dann die Tage darauf Reste vom Roggenmehl in den Ohren.

Jedoch war Corona und Deutschland im Lockdown, daher bin ich mit diesen dreckigen Ohren zum Glück nicht draußen rumgelaufen. Wie soll man auch anderen Menschen erklären, warum man Mehl in den Ohren hat?!

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Routine mit Roggenmehl über 60 Tage

Wie hat es nun funktioniert? Reinigt Roggenmehl wirklich so gut? Und ist es auch für lockiges Haar geeignet?

Tatsächlich kann ich alle Fragen mit „Ja“ beantworten.

Dennoch hatte ich so meine Herausforderungen.

Routine mit Roggenmehl + Leinsamengel: Tag 1 – 14:

Zu Beginn habe ich nur Roggenmehl und Leinsamengel verwendet. Zudem habe ich das Mehl nicht ziehen lassen und ich kann dir sagen, das fühlte sich reinigender an als so manches Tiefenreinigungsshampoo! Ich war völlig überrascht! Meine Haare haben gequietscht wie schon lange nicht mehr. Meine Kopfhaut fühlte sich ausgetrocknet an.

Ich neige eh zu trockener Kopfhaut und bin da etwas empfindlich. Daher habe ich bei den folgenden Waschgängen das Mehl mehrere Stunden stehen lassen. Danach wirkte es tatsächlich weniger entfettend, aber immer noch zu stark für meine empfindliche Kopfhaut. Erst als ich es über Nacht habe stehen lassen, war es okay.

Die Kämmbarkeit war so la la. Ich habe gelesen, dass die Kämmbarkeit mit Roggenmehl super sein soll und man keine Spülung braucht. Naja, vielleicht bei glatten Haaren.
Mein Lockenkopf ließ sich einigermaßen kämmen, aber meine feinen Haare neigen auch nicht besonders zu Knötchen. Wenn deine Haare jedoch zu Knoten neigen und du sonst auch eine Spülung mit viel Slip brauchst, dann ist das Haarewaschen mit Roggenmehl, ohne Spülung danach, eher nichts für dich.

Nach zwei Wochen, insgesamt vier Mal Haare waschen nur mit Roggenmehl und danach nur mit Leinsamengel stylen, war ich sicher: Das ist nichts für meine Locken.

Haare waschen nur mit Roggenmehl plus Leinsamengel

Meine Locken sahen zwar ok aus aber hielten das Wasser weniger gut, sind schneller ausgetrocknet, haben schneller Frizz bekommen und das Auffrischen ging deutlich schlechter. Dafür hatte ich mehr Volumen als sonst.

Routine mit Roggenmehl + Spülung & Stylinggel: Tag 15 – 30

Daher war ich froh, wieder Spülung, Haarmaske, Leave-In etc. zu benutzen. Zudem habe ich statt Leinsamengel ein gekauftes Gel verwendet, das Go & Home Summersplash*.

Nun stellte sich die Frage, ob das Mehl immer noch reinigend genug ist, wenn ich mindestens 4 Waschgänge nur Roggenmehl verwende und ansonsten Spülung, Leave-In & Co. wie immer benutze.

Leider kann ich das nicht 100 % mit „Ja“ beantworten. Das lag nicht unbedingt am Roggenmehl, sondern eher an meiner fehlenden Disziplin. Es gab immer wieder Gründe, doch ein Shampoo zu nutzen. Entweder war ich beim Friseur, habe geheiratet oder ich war bei meinen Eltern zu Besuch oder ich hatte schlicht keine Lust, mir einen Tag vorher das Roggenmehl anzurühren.

Aber, was ich sagen kann: Die Male, die ich es genutzt habe, hat es ähnlich gut gereinigt wie ein Low-Poo-Shampoo. Jedoch ist das Roggenmehl nicht genauso feuchtigkeitsspendend wie ein gut formuliertes Locken-Shampoo. Das habe ich zumindest an meiner trockenen Kopfhaut gemerkt. Vor allem jetzt im Winter. Mit Vollkorn-Roggenmehl und lange ziehen lassen ging es zwar, aber meine Kopfhaut kommt einfach besser mit einem guten Shampoo wie zum Beispiel dem vom Junglück* klar.

Das war wahrscheinlich auch mit der Grund, warum ich es nicht geschafft habe, konsequent meine Haare nur mit Roggenmehl zu waschen. Ich habe immer nur so zweimal in Folge mit Roggenmehl gewaschen und dann wieder mit Shampoo oder Spülung.

Routine mit Roggenmehl + Spülung & Stylinggel: Tag 31 – 60

Was macht Frau in so einem Fall? Experiment um 30 Tage verlängern. Nur, um zu sehen, ob ich Build-up bekomme, wenn ich nur Roggenmehl verwende und ansonsten meine Routine nicht verändere. Naja, auch innerhalb der nächsten 30 Tage habe ich nicht zu 100 % mit Roggenmehl gewaschen.

Ich muss gestehen, dass ich einfach oft vergesse, das Mehl einen Tag vorher anzusetzen. Dann stehe ich bereits unter der Dusche und nehme doch wieder ein Shampoo. Zack und nun müsste ich eigentlich das Experiment wieder von vorne starten.

Du siehst, für mich funktioniert das Haarewaschen mit Roggenmehl allein nicht. Zumindest nicht nur. Ich habe auch einfach zu gute Shampoos zu Hause, noch dazu ohne Plastikverpackung und nicht den Bedarf, unbedingt das Roggenmehl zu benutzen.

Zum Glück habe ich dieses Experiment nicht allein gemacht. Die liebe Jasmin hat versucht ihren Wellenkopf ebenfalls 30 Tage nur mit Roggenmehl zu waschen. Ihre Erfahrungen liest du jetzt:

Haare waschen nur mit Roggenmehl – Jasmins Erfahrung:

„Ich wasche meine gering porösen Haare mittlerweile seit ca. 4 Monaten vorwiegend mit Vollkorn-Roggenmehl und bin damit sehr zufrieden. Meine Kopfhaut wird sauber und ich muss weniger schrubben als beispielsweise beim Co-Washing. Anschließend entwirre ich meine Haare noch mit Spülung oder Haarmaske und dadurch lassen sich Reste vom Mehl auch entfernen. Etwa alle 4 – 6 Wochen mache ich eine Tiefenreinigung mit einem sulfathaltigen Shampoo, um Build-up zu vermeiden.
Auch vor dem Färben mit Henna wasche ich meine Haare einzig mit Roggenmehl – Das funktioniert für mich super und macht bei meinen Haaren keinen Unterschied, was die Farbentwicklung und die Haltbarkeit der Farbe angeht im Vergleich zu einem milden Shampoo.“

Du siehst für uns beide war das Experiment mehr oder weniger erfolgreich. Jasmin nutzt nun nur noch Roggenmehl als Ersatz zum Low-Poo-Shampoo und wendete alle 4 – 6 Wochen eine Tiefenreinigung an. Dies hat sie aber vorher auch regelmäßig gemacht.

Ich weiß zumindest, dass Haare waschen mit Roggenmehl grundsätzlich gut funktioniert. Aber ich werde in Zukunft weiter meine Haare mit meinem Lieblingsshampoo von Junglück* waschen. Das ist einfach besser für meine trockene Kopfhaut formuliert und ohne Plastikverpackung.

Das Haarewaschen mit Roggenmehl hat also Vor- und Nachteile. Ich hab für dich die einzelnen Punkte nochmal kurz aufgelistet.

Häufige Fragen zum Waschen mit Roggenmehl

Ist nur Roggenmehl zum Haarewaschen geeignet?

Du kannst jedes Mehl nehmen, welches stärkehaltig und wenig Gluten enthält. Wenn ein Mehl viel Gluten enthält, würde das verklumpen und du würdest das Mehl nicht mehr aus den Haaren bekommen. Weizenmehl und Dinkelmehl scheiden also wegen des hohen Glutengehalts aus. Roggenmehl enthält hingegen wenig Gluten.

Eine Alternative zum Roggenmehl wäre zum Beispiel Kichererbsenmehl. Probiert habe ich das jedoch nicht.

Welches Roggenmehl ist zum Haarewaschen geeignet?

Ich habe Roggenmehl Type 1150, Roggenmehl Type 997 und Vollkorn-Roggenmehl ausprobiert.

Je höher die Zahl, desto mehr Mineralstoffe und pflegende Stoffe soll das Mehl enthalten, aber desto schwerer lässt es sich auswaschen. Vollkornmehl hat keine Typennummer, da der Mineralstoffgehalt schwankt. Meistens liegt der aber bei ca. 1800 (siehe hier).

Tatsächlich habe ich einen deutlichen Unterschied in der Waschleistung zwischen Roggenmehl Type 1150/997 und der Vollkornvariante entdeckt. Das feine 1150/997er Roggenmehl war deutlich reinigender und ließ sich auch viel leichter auswaschen. Es klumpte gar nicht. Jedoch ist es für eine trockene Kopfhaut weniger geeignet.

Hier war das Vollkorn-Roggenmehl deutlich im Vorteil, da es die Kopfhaut nicht so stark entfettet. Hast du hingegen stark fettende Kopfhaut, dann ist das 1150 oder 997 Roggenmehl besser für dich geeignet.

Wie oft kannst du dir die Haare mit Roggenmehl waschen?

Das entscheidest du beziehungsweise deine Kopfhaut und deine Haare. Grundsätzlich empfehle ich, mindestens einmal pro Woche die Haare mit einem milden Shampoo zu reinigen. Das gilt auch, wenn du Roggenmehl als Shampoo-Ersatz verwendest. Hast du das Gefühl, du müsstest öfter waschen, dann kannst du auch öfter waschen und schauen, wie deine Kopfhaut und Haare darauf reagieren.

Lässt Roggenmehl den Abfluss verstopfen?

Ehrlich gesagt, hatte ich davor auch etwas Angst. Jedoch habe ich nach einiger Recherche herausgefunden, dass nicht Roggenmehl allein den Abfluss verstopft, sondern die Haare im Abfluss in Kombination mit Roggenmehl. Fängst du deine Haare auf, bevor sie in den Abfluss gelangen, zum Beispiel mit einen Abfluss-Sieb, dann solltest du auch keine Probleme bekommen.

Vor- und Nachteile vom waschen mit Roggenmehl

Vorteile:

  • Günstig
  • Ohne Plastikverpackung
  • Natürlich
  • Vegan
  • Reinigend genug

Nachteile:

  • Die Mischung muss mindestens zwei Stunden ziehen oder über Nacht, wenn du keine starke Entfettung möchtest.
  • Die Mischung ist nur 1-2 Tage im Kühlschrank haltbar.
  • Keine gute Kämmbarkeit, was ich aber auch von einem Shampoo bzw. Ersatz nicht erwarte.
  • Hinterlässt eine kleine Sauerei in der Dusche.
  • Ohren werden manchmal nicht richtig sauber.

Alternativen

Hier ist die Frage: Aus welchem Grund hast du das Haarewaschen mit Roggenmehl versucht? Wenn du deine Haare ohne Tenside waschen möchtest, sind eventuell Lavaerde oder Waschnüsse geeignete Alternativen für dich.

Wenn der einzige Grund die Plastikverpackung ist, ist eventuell das Shampoo von Junglück etwas für dich, da es in Glas verpackt ist. Oder ein festes Shampoo wie zum Beispiel die Shampoos von Lamazunas* oder die festen Shampoos von Jani Bars*.

Falls du einfach ein günstiges Shampoo suchst, ist vielleicht das Babylove oder das Hipp Babyshampoo aus der Drogerie eine preiswerte Alternative.

Weitere Alternativen findest du hier in der Produktliste für lockiges Haar.

Mein Fazit

Für meine sehr trockene und empfindliche Kopfhaut ist Haare waschen nur mit Roggenmehl zu entfettend. Auch, wenn ich Vollkorn-Roggenmehl verwende.
Aber wenn du schnell unter fettigem Ansatz leidest, könnte das Haarewaschen mit Roggenmehl etwas für dich sein.

Zudem bin ich einfach zu bequem, jedes Mal das Roggenmehl anzusetzen beziehungsweise vergesse es auch einfach häufig. Daher werde ich in Zukunft weiter ein feuchtigkeitspendendes Shampoo verwenden.

Hast du deine Haare schon mal mit Roggenmehl gewaschen?

Schreib mir doch deine Erfahrungen in die Kommentare.

Lockenkopf Elisa

Lockenkopf Elisa

Gründerin von Natürlich-Lockig.de und verliebt in Naturlocken.

Elisa zeigt dir wie du erkennst was deine Locken wirklich brauchen und gibt dir jede Menge Tipps & Tricks für deine Haarpflege.

Elisa legt nicht nur Wert darauf, dir zu zeigen wie du das beste aus deinen Haaren herausholen kannst, sondern auch wie du das mit einer möglichst natürlichen Lockenpflege hinbekommst.

Erfahre mehr über Elisa und ihre Lockenreise, tritt ihrer Facebook-Gruppe Natürlich-Lockig-Facebookgruppe bei oder mache es wie 17.500+ andere Lockenköpfe und abonniere ihren Newsletter mit exklusiven Lockenpflege-Tipps.

Gelantine Haarkur: Einfache DIY Proteinmaske um kaputte & poröse Locken zu reparieren.

Gelantine Haarkur: Einfache DIY Proteinmaske um kaputte & poröse Locken zu reparieren.

Gelantine Haarkur: Einfache DIY Proteinmaske um kaputte & poröse Locken zu reparieren.

Ich nutze regelmäßig eine Protein Haarkur.

Meine Locken sind dadurch kräftiger, haben weniger Frizz, glänzen toll und springen deutlich mehr.

Zu Beginn habe ich ausschließlich gekaufte Proteinkuren benutzt.

Seit ich jedoch dieses sehr einfache Rezept von Wendy entdeckt habe, mache ich mir meine Proteinkur meistens einfach selber.

Und zwar aus Gelatine.

Welche Vorteile hat eine selbstgemachte Proteinkur aus Gelatine?

Gelatine besteht zum Großteil aus dem Protein „hydrolyzed collagen“ und ist im Gegensatz zu den Proteinen in Eiern, Jogurt oder auch Mayonnaise wirklich klein genug um in deine Haare einzudringen und temporär zu „reparieren“.

Außerdem ist Gelatine sehr günstig und du kannst es in jedem Supermarkt kaufen.

Ein Nachteil hat Gelatine: Es ist ein tierisches Produkt.

Als pflanzliche Alternative könntest du Reiswasser probieren oder eine Bierkur. Ansonsten bleibt nur die gekauften Haarkuren die hydrolyzed wheat, oat, quinoa, soy, rice oder jojoba Proteine enthalten.

Wann könntest du eine Gelatinekur machen?

? Wenn du hoch poröses Haar hast
? Wenn du deine Haare färbst, vor allem wenn du blondierst
? Wenn du sehr kaputtes Haar hast
? Wenn du feines Haar hast<
? Wenn deine Locken sich aushängen und nur schlaff runterhängen
? Wenn deine Locken keinen Griff haben und zu weich sind

Nachfolgend zeige ich dir, was du für eine selbstgemachte Proteinkur aus Gelatine brauchst und wie du sie genau anwendest.

Protein Haarmaske aus Gelantine zum selber machen – Schritt für Schritt erklärt:

Zutaten für die Proteinkur

  • 3-4g reines Gelatinepulver
  • 60-120ml Wasser (am besten destilliertes oder stilles mineralarmes Wasser aus der Flasche)
  • 4 Tropfen Essig oder Zitronensaft
  • eine Messerspitze Xanthan Pulver

Ich benutze für meine mittellangen Haare immer 80ml auf 3g Gelantinepuler. Das reicht auch locker für eine Anwendung. Manchmal mache ich auch die doppelte oder drei fache Menge und friere den Rest in Silikonförmchen ein. Wenn du eine stärkere Proteinkur möchtest, kannst du die Gelatinemenge erhöhen. Wenn du eine schwächere möchtest, kannst du weniger nehmen. Hast du lange und viele Haare solltest du mehr Wasser nehmen.

Proteinkur einfach und schnell zusammengerührt

Wenn du mein Leinamengel Rezept kennst, dann weist du, dass ich einfache und schnelle Rezepte mag. Dieses ist so eins.

Du gibst das Gelatinepulver & Wasser in eine Schüssel und evtl. noch das Xanthan Pulver dazu.

Das Xanthan Pulver benötigst du nicht unbedingt.

Es macht lediglich die hergestellte Gelatinekur von der Konsistenz fester und lässt sich dadurch einfacher mit den Fingern auftragen. Wenn du das Xanthan Pulver weglässt ist die Kur sehr flüssig und lässt sich am besten durch eine Sprühflasche auftragen. Die Wirkung ist in beiden Fällen genau gleich.

Wenn du jetzt das Pulver mit dem Wasser vermischst hast, packst du die Schüssel in die Mikrowelle für ca. 20-40 Sek. auf der höchsten Stufe.

Wenn die Mischung kocht, kannst du sie aus der Mikrowelle nehmen und nochmal kräftig rühren. Wenn sich das Pulver mit dem Wasser komplett vermischt hat, ist die Kur fertig.

Falls das Pulver noch nicht komplett aufgelöst ist, kannst du die Mischung einfach noch mal für ca. 10 Sek. in die Mikrowelle stellen. Das machst du so lange bis sich das komplette Gelatine Pulver aufgelöst hat.

Wenn du keine Mikrowelle hast, kannst du das Ganze auch über einem Wasserbad machen.

Eine Warnung. Gelatine stinkt extrem, wenn sie erhitzt wird.

Da hilft es nur durch den Mund zu atmen :-D.

Damit die Kur einen leicht sauren pH Wert aufweist, gibst du noch die 4 Tropfen Essig hinzu. Wenn du möchtest, kannst du das einfach mit ph-Test-Streifen* kontrollieren.

Fertig. Das Ganze dauert gerade mal 2 Minuten.

Jetzt solltest du die Kur vor der Anwendung noch etwas abkühlen lassen. Wenn du Xanthan Pulver verwendet hast, wird die Masse beim Abkühlen immer dickflüssiger.

So wendest du die Gelantinekur für deine Haare an

Deine Haare müssen richtig sauber sein. Ich empfehle ein Tiefenreinigungsshampoo zu benutzen.

Du verteilst die komplette Kur, Strähne für Strähne auf feuchten Haaren und lässt sie dann einwirken.

Nun kommt der wichtige Teil. Hier entscheidet sich ob die Kur bei dir einen Effekt erzielt oder gar zu Problemen führt. Die EInwirkzeit ist also sehr wichtig und solltest du genau messen.

Wähle die passende Einwirkzeit: 

  • Für eine milde Proteinkur, lässt du sie für 2-5 Minuten einwirken.
  • Für eine mittelstarke Proteinkur, lässt du die Kur für 30-60 Minuten einwirken. Wickel dafür ein Handtuch um deinen Kopf, damit es schön warm bleibt.
  • Für eine starke Proteinkur, föhnst du deine Haare mit der Kur bis sie trocken sind. Der Föhn sollte auf warm-heiß eingestellt sein. Beim trocknen werden die Haare sehr hart. Vermeide es, deine Haare in dem Zustand anzufassen. Sobald sie komplett trocken sind, wäschst du sie sehr gründlich mit klaren & warmen Wasser aus. Fasse sie erst wieder an, wenn sie wieder weich und biegsam sind.

Nachdem du die Kur ausgewaschen hast, können sich deine Haare struppig und rau anfühlen. Dann solltest du eine Haarmaske für Feuchtigkeit benutzen. Falls sich deine Haare nach der Feuchtigkeitskur immer noch nicht gut anfühlen, war die Protein Haarkur zu stark.

Wenn du unsicher bist, empfehle ich dir die Kur erstmal nur an einer einzigen Haarsträhne auszuprobieren. Vor allem wenn du die starke Proteinkur probieren möchtest, solltest du sie unbedingt vorher testen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft kannst du die Gelatinekur anwenden?

Ich mache meistens die mittelstarke Variante alle vier bis sechs Wochen. Du kannst sie jedoch auch öfter oder seltener anwenden.

Achte nur darauf das du es nicht übertreibst, da immer die richtige Balance von Proteinen und Feuchtigkeit wichtig ist. Ansonsten könnten trockene, strohige Haare das Ergebnis sein.

Könntest du dieser Gelatinekur noch andere Zutaten beimischen?

Ja, du kannst dieser Kur an deine Bedürfnisse anpassen und noch andere Zutaten hinzumischen.

Jedoch empfehle ich dir die Kur vor allem bei den ersten Malen pur anzuwenden. Denn nur dann kannst du auch beurteilen, ob dir die Gelantinekur was bringt oder nicht.

Falls du dann immer noch experimentieren möchtest, empfehle ich folgende Zutaten:

  • 1 TL Honig (Wenn die Kur noch warm ist)
  • 1 TL Öl (Z.B. Kokosöl oder Olivenöl)
  • 1 TL Aloe Vera Gel*
  • 2-4 Tropfen Essentiell Öl (Z.B. Lavendelöl)
  • 1-2 EL Spülung deiner Wahl
  • 1-2 EL Mayonaise
  • Tee anstelle von Wasser

Ich habe zu Beginn die Kur immer pur verwendet.

Seit einiger Zeit mische ich sie immer mit meiner selbstgemachten Feuchtigkeitskur aus diesem kostenlosen mini E-Book.

Fazit

Eine Proteinkur mit Gelatine hilft gegen Frizz und gibt deinen Locken Stabilität und Sprungkraft. Die Proteine in der Gelatine sind klein genug um in deine Schuppenschicht einzudringen und sie quasi zu „reparieren“. Der Effekt ist jedoch nur temporär und die Proteine werden mit der Zeit wieder ausgewaschen. Daher empfehle ich die Kur regelmäßig zu wiederholen.

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Einfaches Leinsamengel Rezept für glänzende und definierte Locken.

Einfaches Leinsamengel Rezept für glänzende und definierte Locken.

Einfaches Leinsamengel Rezept für glänzende und definierte Locken.

Leinsamengel Rezept zum selber machen

Bist du auf der Suche nach einer natürlichen Pflege für diene Haare? Möchtest du deine Locken mit einfachen Hausmitteln zum glänzen bringen? Sind deine Haare trocken, frizzy und strörrisch? Sind deine Haare schnell beschwert?

Hast du mindestens einmal genickt, dann ist Leinsamengel genau das richtige für dich! Leinsamengel ist eines meiner Lieblinggele für Haare. Vor allem für uns Lockenköpfe.

Warum?

    Leinsamengel ist:

    ✅ 100% natürlich
    ✅ unschlagbar günstig
    ✅ kinderleicht hergestellt
    ✅ effektiv gegen Frizz
    ✅ das Wundermittel für definierte Locken
    ✅ perfekt für die Curly-Girl-Methode

    Großartig, oder?

    Vor allem musst du dir keine Gedanken machen, wo du es kaufen kannst. Du kann das Leinsamengel ganz einfach selber herstellen. Die Basis sind Leinsamen und Wasser. Leinsamen findest du überall in Deutschland – Supermarkt, Drogerie und natürlich online. Leinsamen wird vor allem in der Küche eingesetzt. Und als ich schwanger war, durfte ich es auch als Heilmittel gegen Verstopfung kennenlernen ?.

    Aber wieso sollte Leinsamen auch für unsere Haare gut sein?

    Leinsamen enthalten Schleimstoffe, welche in Verbindung mit Wasser aufquellen. Diese Stoffe bewirken, dass wir aus Leinsamen ein Gel für unsere Haare herstellen können. Zudem bilden die Schleimstoffe einen natürlichen Film um unsere Haare.  

    Das hergestellte Leinsamengel ist also ein natürlicher Befeuchter (engl. Humectant) und Filmbildner.

    Das perfekte Anti-Frizz-Haargel.

    Es verstärkt die Sprungkraft deiner Locken und Wellen und bringt sie zum Glänzen. Leinsamengel gibt deinen Haaren viel Feuchtigkeit, da es zum Großteil aus Wasser besteht.

    Das Leinsamengel eignet sich hervorragend als Haargel für Locken. Besonders für feines und/oder gering poröses Haar. Es ist sehr schwer, Leinsamengel überzudosieren. Du hast dickes oder hochporöses Haar? Teste auch du das Gel unbedingt mal aus.

    Ok genug geschwätzt., NAchfolgend verrate ich dir eine einfache und schnelle Anleitung um Leinsamengel selbst herzustellen. Danach erkläre ich dir noch wie du es am besten auf lockigem Haar anwendest, um auch wirklich tolle Ergebnisse zu erzielen! Zum schluss beantworte ich noch die häufigsten Fragen zum Leinsamengel.

    Also legen wir los.

    Das kinderleichte Leinsamengel Rezept zum selbermachen

    Leinsamengel selber machen ist so einfach. Du brauchst nur wenig Equipment und wenige Zutaten. Du benötigt eine Schüssel, Topf, feines Küchensieb, Gefäß zum Aufbewahren, Wasser und ganze Leinsamen in BIO -Qualität.

    Punkt.

    Ok auch einen Herd. Aber mehr nicht.

    Hast du sehr hartes bzw. kalkhaltiges Wasser zu Hause, empfehle ich dir destilliertes Wasser. Das gibt es in so gut wie jeder Drogerie. Mineralarmes stilles Wasser aus der Flasche geht auch. Ich nehme meistens das Black Forest still. Falls du kalkhaltiges Wasser benutzt, kann Build-up vom Kalk die Folge sein. Die sogenannte Kalkschmiere.

    So, nun zeige ich dir wie du ganz einfach dein eigenes Leinsamengel selber machen kannst.

    Leinsamengel Zutaten:

    Leinsamengel Zutaten

    Nimm einen Topf und gib die Leinsamen hinein. Danach kippst du das Wasser dazu. Die Leinsamen liegen jetzt am Boden. Schalte die Herdplatte auf höchste Stufe. Warte bis die Mischung kocht. Sobald es anfängt zu kochen, schaltest du auf niedrige Hitze und rührst ein paar Mal um.

    Prüfe ab jetzt regelmäßig die Konsistenz. Lässt du die Mischung zu lange kochen, bekommst du es nachher nur noch sehr schwer durch das Sieb gedrückt.

    Ich koche das Gemisch circa 3-4 Minuten.

    Leinsamengel Rezept Leinsamen kochen lassen

    Tauch immer wieder den Löffel in das Gemisch und hol ihn langsam wieder nach oben.

    Zieht das Wasser Fäden vom Löffel, ist das Gel fertig.

    Leinsemengel Rezept tropft vom Löffel

    Die Leinsamen liegen nicht mehr auf dem Boden, sondern schwimmen im Wasser. Jetzt kippst du das Gel direkt durch ein Sieb in eine Schüssel. Um den letzten Tropfen Gel rauszuholen, drück den Rest nochmal mit einem Löffel durchs Sieb.

    Leinsamengel Rezept abgießen
    Leinsamengel Rezept durchs Sieb drücken

    Das Gel ist perfekt, wenn es die Konsistenz von Eiweiß hat.

    Leinsamengel fertig

     Am besten wäschst du danach sofort den Topf ab, sonst wird es später schwierig die restlichen Leinsamen zu entfernen.

    Extra Tipp: Die Leinsamen im Sieb kannst du im Kühlschrank aufbewahren und bis zu dreimal wiederverwenden. Einfach mit Wasser aufkochen und wieder durchs Sieb gießen.

    Das Gel sollte einen leicht sauren pH-Wert (4,5-5,5) aufweisen, ähnlich wie deine Haare. Den pH-Wert überprüfst du mit solchen pH-Teststreifen*. Bei mir hatte das Gel einen zu basischen pH-Wert (6,0-6,5). Ich habe dann einfach 4 Tropfen Zitronensaft hinzugefügt und danach war der Wert perfekt.

    Damit das Gel länger haltbar ist, füllst du es in ein Gefäß mit Deckel. Ich habe dafür ein altes Honigglas genommen. 

    Alternative: Ich fülle ich das Leinsamengel am liebsten in eine goToob Flasche*. Ich kann die Menge besser dosieren und mir flutscht nicht das halbe Gel in den Abfluss.

    Leinsamengel Aufbewahrung

    Fertig!

    Dauert insgesamt keine 10 Minuten. Schnell oder?

    Bevor du es benutzt, lass das Gel unbedingt etwas abkühlen. Es muss nicht kalt sein. Es reicht schon lauwarm. Vor allem wenn du gering poröses Haar hast, kann es vorteilhaft sein wenn das Gel noch lauwarm ist. Denn dann kann das Gel besser in die Haare eindringen.

    Das Gel hält sich im Kühlschrank aufbewahrt circa ein bis zwei Wochen. Ungekühlt hält es sich maximal ein bis drei Tage. Riecht es säuerlich oder sieht komisch aus, ist es gekippt. Dann solltest du es nicht mehr benutzen. Zeit für eine neue Produktion.

    Es sei denn, du hast vorgesorgt.

    Extra Tipp: Leinsamengel lässt sich prima einfrieren, genau wie der Rest aus deinem Sieb. Verdopple das Rezept und parke die Hälfte in deinem Tiefkühler. Brauchst du Nachschub, taust du den Vorrat rechtzeitig vor der nächsten Haarwäsche einfach auf. Mit einer zweiten goToob Flasche zum Einfrieren sparst du dir das Umfüllen. Silikon-Eiswürfelbehälter eignen sich ebenfalls wunderbar. Du entnimmst nur die Menge, die du brauchst. 

    Wie wendest du es jetzt an?

    Leinsamengel Schritt für Schritt Anwendung:

    1. Schritt: Du benutzt dieses Gel, nachdem du deine Haare gewaschen hast, eine Kur oder Spülung und evtl. eine Leave-In Spülung verwendet hast. Danach nimmst du etwas Gel und verteilst es in beiden Händen.

    2. Schritt: Streiche das Gel mit den Händen durch das feuchtes bis tropfnasse Haar. Das wiederholst du so lange, bis du das Gel auf dem gesamten Kopf verteilt hast. Deine Haare sollten sich überall so glibschig und weich wie Seetang anfühlen. 

    Das Auftragen ist ein bisschen eine Herausforderung. Da es so flutschig ist, geht dabei schon mal etwas in den Abfluss. Für mich nicht schlimm. Dieses Gel ist so günstig und die Menge reicht mir locker.

    Ich nehme übrigens für meine kurzen Haare schon eine ordentliche Menge. Ungefähr die Hälfte von dem fertigen Gel. Es ist so leicht, du kannst es schwer überdosieren.

    Extra Tipp: Ich rate dir, das Gel beim ersten Mal ohne irgendwelche anderen Produkte zu testen. Dann erst kannst du sehen, was dieses Gel deinen Haaren bringt. Weißt du es, kannst du jetzt ein Haargel für stärkeren Halt drüber geben.

    3. Schritt: Hast du alles verteilt, knetest du die Haare von unten nach oben.

    4. Schritt: Nachdem du das Gel überall verteilt hast, kannst du deine Haare mit einer Denman Brush* stylen. Sie macht bei mir einfach schöne definierte Locken. Benutz alternativ einen grob-zinkigen Kamm oder/und wende die Praying Hands Methode an.

    5. Schritt: Entweder lässt du jetzt deine Haare an der Luft trocknen oder du föhnst sie mit einem Diffusor. Hände weg von den Haaren. Bis sie zu 100% trocken sind. Sonst entsteht Frizz.

    Extra Tipp: Du hast Leinsamengel übrig? Stell es einfach wieder in den Kühlschrank und frische deine Locken damit auf. Aber denke dran. Das Leinsamengel hält sich maximal 2-3 Tage. 

    6. Schritt: Sobald deine Haare 100% trocken sind, musst du noch den Gelcast auskneten.

    Den was?!

    Deine Haare trocknen, das Gel wird hart. Gelcast heißt das in der Lockenwelt. Bei mir passiert das immer ganz extrem. Kann sein, muss nicht. Ich bekomme von Leinsamengel immer einen Monster-Cast! Aber sieh selbst.

    Leisamengel Gelcast

    Keine Sorge! Der Gelcast ist gar kein Problem. Er ist sogar gut für deine Locken.

    Dieser Gelcast schützt deine Locken vor Umwelteinflüssen und sorgt dafür, dass sich beim trocknen deiner Locken kein Frizz bildet.

    Um diesen Gelcast auszukneten nimmst du einfach deine Händeu nd knetest deine Locken vorsichtig von unten nach oben. Du kannst dafür ein bis zwei Tropfen Öl benutzen. Ich nehme dafür immer Brokkolisamenöl*, da es so schön leicht ist

    Kein geeignetes Öl zur Hand? Leg ein sauberes Baumwoll-T-Shirt, glattes Handtuch* oder ein Seidentuch über deine Hand bevor du die Haare knetest. Die glatte Oberfläche dient als Schutzschild zwischen Händen und Haaren. Frizz hat keine Chance.

    Leinsamengel vergleich Cast und ausgeknetet

    Auf dem Bild siehst du wie weich und glänzend die Locke ist nachdem ich den Gelcast ausgeknetet habe.

    Nachfolgend siehst du wie meine kompletten Haare aussehen wenn ich den Gelcast ausgeknetet habe.

    Leinsamengel Ergebnis

    Sieht schon krass aus, oder?

    Manche Lockenköpfe haben Angst, dass der Cast nicht komplett verschwindet. Bei Leinsamengel hatte ich dieses Problem noch nie. Falls du trotzdem zweifelst, teste das Leinsamengel ruhig erstmal nur an einer Haarsträhne.

    Ist Leisamengel also das perfekte Gel für jeden Lockenkopf?

    Nein.

    Perfekt ist es nicht. Das Leinsamengel hat auch Nachteile:

    ❌ kurze Haltbarkeit von nur 2-3 Tagen
    ❌ muss durchgehend gekühlt werden
    ❌ gibt nicht so viel Halt

    Diese Nachteile lassen sich jedoch durch weitere Zutaten weitestgehend ausmerzen. Um meine Naturlocken auf Reisen zu stylen, bevorzuge ich ein gekauftes Gel wie zum Beispiel das Go & Home Summerspash*

    Hast du das Basisrezept getestet und es funktioniert für dich, darfst du gerne experimentieren und dein Leinsamengel mit verschwiedenen Zusätzen pimpen.

    Leinsamengel Rezept pimpen

    Du kannst das Leinsamengel Basisrezept mit jeder Menge zusätze pimpen und an deine Anforderungen anpassen.

    Wild irgendwelche Zutaten mischen? Davon halte ich wenig. Mach dir Gedanken. Was willst du mit diesen Extras erreichen? Mehr Feuchtigkeit? Mehr Halt? Mehr Geschmeidigkeit? Bessere Haltbarkeit? Bessere Konsistenz?

    Teste immer eins nach dem anderen. Viele Stoffe haben Wechselwirkungen. Sie können sich positiv und im schlechtesten Fall negativ gegenseitig beeinflussen.

    Mit den folgenden Zutaten kannst passt du dein Leinsamengel an deine Bedürfnisse anpassen.

     

    Zusätze für dein Leinsamengel-Rezept:

    Für mehr Halt:

    • Honig (nicht bei hoher Luftfeuchtigkeit)
    • Agaven Nektar (nicht bei hoher Luftfeuchtigkeit)
    • Zuckermelasse (nicht bei hoher Luftfeuchtigkeit)
    • Gummi arabicum

    Für mehr Feuchtigkeit:

    Zum Versiegeln der Feuchtigkeit:

    • Öle (z.B. Jojobaöl*, Brokkolisamenöl*, Mandelöl*)
    • Proteine (z.B: Seidenprotein*, Weizenprotein oder eine fertige Proteinmischung)

    Für eine dickere Konsistenz:

    • Xanthan Gum*

    Für einen besseren Duft:

    • Ätherische Öle (z.B. Jasmin, Lavendel, Zitrone)

      Denke immer daran: Teste eine Zutat nach der anderen, nicht alle auf einmal. Das Ergebnis wird nicht verfälscht und du hast alles unter Kontrolle.

      Möchtest du dir die Herstellung lieber genau per Videoanleitung ansehen? Dann habe ich was cooles für dich :-).

       

      Leinsamengel Videoanleitung + Rezept zum ausdrucken

      Leinsamengel_Videoanleitung_Vorschau

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      Häufig gestellte Fragen zum Leinsamengel

      Ist das Leinsamengel auch für glatte Haare geeignet?

      Ja ich habe viele Freundinnen, die das Leinsamengel als Feuchtigkeitspflege nutzen und um die Haarstruktur zu gätten. Ich würde dir hier nur empfehlen, das Basisrezept etwas abzuwandeln und statt einem Gel eine Spülung herzustellen. Dafür einfach die Wassermenge verdoppeln und nicht so lange köcheln lassen. Dann kannst du das fertige Gemisch einfach nach dem Haare waschen als Spülung verwenden und nicht wieder auswaschen.

      Wie lange hält sich das Leinsamengel?

      Da Leinsamengel fast komplett aus Wasser besteht, hält es sich maximal 2-3 Tage im Kühlschrank. Länger würde ich es mittlerweile nicht mehr aufheben. Auch Vitamin E Öl verlängert die Haltbarkeit nicht signifikant. Lieber stelle ich neues Gel her, als das ich mir Bakterien auf die Kopfhaut schmiere und mir damit eventuell ganz andere Probleme einhandel.

      Meine Haare haben einen weißen Schleier von Leinsamengel. Was kann ich dagegen tuen?

      Manchmal kann es passieren, dass du weißen Buildup auf den Haaren hast, nachdem du das Gel ausgeknetet hast. Das kann bei manchen Haarytpen passieren. Dann würde ich dir empfehlen entweder etwas Öl in dein Leinsamengel zu mischen oder einen Leave-In vor dem Leinsamengel in die Haare aufzutragen. Denn Fett lässt den weißen Schleier verschwinden. Eventuell reicht es auch schon wenn du den Gelcast mit etwas Öl ausknetest.

      Kann ich das Leinsamengel auch aus geschroteten Leinsamen herstellen?

      Ja das kannst du. Dann enthält es etwas Protein. Jedoch ist es fraglich ob das Protein klein genug ist um an deinen HAaren haften zu bleiben. Dennoch berichten manche Lockenköpfe das sie mit Leinsamengel aus geschroteten Leinsamen noch bessere Ergebnisse erzielen.

      Du musst dabei nur darauf achten, dass das Sieb durch was du die Leinsamen drückst fein genug ist. Sonst hast su später so kleine Klümpchen im Haar. Oder du verwendest dtatt einem Sieb eine Feinstrumpfhose. Beachte auch das geschrotete Leinsamen deutlich kürzer Haltbar sind. 

      Wie viel Leinsamengel muss ich für meine Haare nehmen?

      Ich beobachte immer wieder das Lockenköpfe, welche Leinsamengel zum aller ersten Mal benutzen viel zu wenig benutzen. Du kannst von Leinsamengel richtig viel nehmen. Du darfst es nicht mit einem gekauften Gel vergleichen. Ich nehme für meine wenigen Haare extrem viel. Bestimmt die halbe hergestellte Menge. Deine Haare sollten sich nach dem Auftragen richtig glibschig anfühlen. Dann hast du genug genommen.

      Das einzig was passieren kann, ist das du einen weißen Schleier bekommst. Dann solltest du entweder beim nächstenMal etwas weniger benutzen oder das Gel mit einer Leave-In Spülung kombinieren.

      Kann ich Leinsamengel auch irgendwo kaufen?

      Leinsamengel pur gibt es nirgens zu kaufen. Welches mittlerweile relativ nah dem Orginal kommt ist das „Echte Leinsamengel“*. Der Name ist etwas irreführend. Schließlich ist in dem Gel noch jede Menge anderer Kram drin als nur Leinsamen. Dennoch kommt es von der Konsistenz und der Performance in den Haaren schon dem selbst hergestellten Leinsamengel ziemlich nahe. 

      Fazit

      Manchmal ist es doch so. Erscheint mir eine Sache zu einfach, werde ich skeptisch. Kennst du das?

      „Ach, bis das wirklich was bringt, muss ich bestimmt tausend verschiedene Sachen reinkippen. Das Basisrezept ist bestimmt fürn Po…“

      Das waren meine Gedanken. Anstatt es einfach mal auszuprobieren, habe ich es jahrelang auf die lange Bank geschoben. Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie viel Geld ich in der Zeit in verschiedene Gels investiert habe. Mehrere 100 € kommen da sicher zusammen.

      Mein Appell an dich. Probiere dieses Wundergel unbedingt aus!

      Warte nicht so lange wie ich.

      Das Basisrezept hat es bereits in sich. Teste erstmal das. Du siehst genau, welche Vorteile dir dieses Gel bringt und wie du es für deine Bedürfnisse modifizieren kannst.

      Die Ergebnisse auf den Bildern? Die Magie des Basisrezepts. Ich benutze es fast ausschließlich so. Für mehr Halt kombiniere ich es gerne mit einem Stylingprodukt für mehr Halt. Ich greife beispielsweise zum Bouclème Super Hold Styler*  oder zum Innersense I Create Lift Volumizing Foam*

      Magst du wider Erwarten das Leinsamengel überhaupt nicht, hast du kein Geld verschwendet. Schließlich sind Leinsamen ein Superfood. Du verwendest es einfach in der Küche weiter, in deinem Müsli oder einem Smoothie, beim Brot backen. Oder du verwendest das Leinsamengel als Feuchtigkeitspflege für deine Haut. Oder als Pflege gegen Sonnenbrand.

      Dieser Artikel enthält Werbe-Links*. Mehr dazu liest du hier.
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      Lockenkopf Elisa

      Lockenkopf Elisa

      Gründerin von Natürlich-Lockig.de und verliebt in Naturlocken.

      Elisa zeigt dir wie du erkennst was deine Locken wirklich brauchen und gibt dir jede Menge Tipps & Tricks für deine Haarpflege.

      Elisa legt nicht nur Wert darauf, dir zu zeigen wie du das beste aus deinen Haaren herausholen kannst, sondern auch wie du das mit einer möglichst natürlichen Lockenpflege hinbekommst.

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