Proteine für Haare: Der Schlüssel zu starken & glänzenden Locken + meine Top-Produktempfehlungen (Update 2023)

von | Mrz 11, 2021 | Lockenpflege, Produkte | 47 Kommentare

Proteine fuer Haare - Der Schluessel zu starken Locken

In diesem Artikel tauchen wir gemeinsam tief in die Bedeutung von Proteinen für deine Lockenpracht ein und ich teile meine besten Produktempfehlungen, damit du ohne große Recherche schnell die passende Pflege für genau deinen Haartyp findest.

Hast du dich jemals gefragt, warum Proteine so entscheidend für die Pflege deiner Haare sind? Oder bist du auf der Suche nach neuen Produkten, die dein lockiges Haar reparieren und zu mehr Spungkraft verhelfen sollen? Dann bist du hier genau richtig!

Ich möchte dir in diesem Artikel genau erklären, warum Proteine eine so wichtige Rolle für die Gesundheit und das Erscheinungsbild deiner Locken spielen. Ich zeige dir, welche Arten von Proteinen besonders vorteilhaft für deinen Haartyp sind und wie sie dir helfen können, deine Haarstruktur zu stärken und Schäden zu reparieren.

Außerdem stelle ich dir einige meiner liebsten Empfehlungen für proteinreiche Haarpflegeprodukte vor. Ich habe intensiv recherchiert und die besten Produkte ausgewählt, die frei von schädlichen Inhaltsstoffen wie austrocknenden Alkoholen, Silikonen und anderen bedenklichen Substanzen sind. Mit diesen Produkten kannst du deine Locken optimal mit Proteinen versorgen.

Proteine für deine Haare

Proteine sind die wahren Helden, wenn es um die Gesundheit und Schönheit deiner Locken geht. Sie spielen eine entscheidende Rolle in der Haarstruktur und sind unverzichtbar für eine optimale Lockenpflege. Warum das so ist, erkläre ich dir in diesem Abschnitt.

Doch nicht jeder Lockenkopf benötigt gleich viele und immer Proteine in der Haarpflege. Daher solltest du genau wissen, ob Proteine für dich im Moment wirklich Sinn machenoder sie sogar schädlich sind.

Wann brauchen deine Haare Proteine?

👉 Du hast blondiertes Haar

👉 Du hast deine Haare oft mit dem Glätteisen geglättet

👉 Deine Haare sind fein

👉 Du hast deine Haare oft gebürstet

👉 Du hast viel Spliss

👉 Du hast mit Haarbruch zu kämpfen

👉 Deine Locken werden immer schlaffer und ihnen fehlt der Halt

👉 Deine Haare fühlen sich extrem weich an

Wenn du dich nur bei einem der oben genannten Punkte wieder erkannt hast, solltest du unbedingt Proteine in deine Haarpflege aufnehmen. Falls nicht, solltest du eher vorsichtig sein.

Du bist dir immernoch unsicher ob deine Locken mehr Proteine oder doch eher Feuchtigkeit brauchen? Dann lies dir am besten zuerst meinen Artikel „Proteine vs. Feuchtigkeit -Was brauchen deine Locken wirklich?“ durch.

Doch warum sind Proteine so toll für unsere Haare?

Unsere Haare bestehen zu 90% aus Keratin, einem speziellen Protein. Keratin ist verantwortlich für die Festigkeit, Elastizität und Struktur unserer Haare. Wenn unsere Locken gesund und stark aussehen sollen, benötigen sie ausreichend Proteine, um ihre optimale Sprungkraft zu erhalten.

Schon alltägliches Bürsten, Duschen und Föhnen strapaziert unsere Haare. Färben, Blondieren, Chlor und Umwelteinflüsse zahlen auch nicht auf eine gesunde Lockenpracht ein, sondern schädigen sie auf Dauer. Unter einem Mikroskop sind dann richtige Löcher in der Schuppenschicht zu erkennen.

An dieser Stelle haben die Proteine ihren Heldenauftritt. Sie haben die Fähigkeit, die Haarstruktur zu stärken und beschädigte Bereiche zeitweise zu reparieren. Sie dringen in die Haarfaser ein, füllen Lücken und Risse auf und sorgen so dafür, dass das Haar wieder gesund, glatt und widerstandsfähig wird. Dadurch kannst du Haarbruch vermeiden und Spliss vorbeugen.

Feines Haar ist für Schäden besonders anfällig und profitiert daher mehr als andere Haardicken von Proteinen in der Haarpflege. Aber auch poröses Haar, welches durch äußere Einflüsse geschädigt wurde oder von Natur aus eine eher offene Schuppenschicht aufweist, profitiert ähnlich wie feines Haar besonders von Proteinen.

Proteine im Haar Schaubild

Doch wichtig zu wissen: Proteine reparieren deine Haare nur temporär.

Denn Proteine waschen sich mit der Zeit wieder aus. Somit reicht es nicht, einmalig eine Proteinkur oder ein anderes proteinhaltiges Produkt zu verwenden. Du musst die Produkte immer wieder benutzen, damit die kaputten Stellen in deinen Haaren auch immer wieder aufgefüllt werden.

Was können Proteine noch für deine Haare tun?

Proteine helfen dir dabei, Feuchtigkeit im Haar einzuschließen. Dadurch wird verhindert, dass die Locken im Laufe des Tages trocken und spröde werden. Sie schaffen eine Schutzbarriere um deine Haare, die es vor äußeren Einflüssen schützt und den Feuchtigkeitsgehalt aufrechterhält.

Daher sind Proteine vor allem für poröse Locken so wichtig. Diese neigen aufgrund der offenen Schuppenschicht schnell zu Feuchtigkeitsverlust und damit trockenen Locken.

Sind deine Haare sehr trocken, können Proteine aber nur helfen, wenn du deine Locken vorher auch gut mit Feuchtigkeit versorgt hast. Indem du zum Beispiel indem du regelmäßig eine Haarmaske für Feuchtigkeit benutzt und Techniken anwendest wie die Squish-to-Condish-Technik oder die Bowl-Methode, um mehr Wasser in deine Haare zu bekommen. Danach kannst du dann proteinhaltige Produkte verwenden, um die Feuchtigkeit im Haar einzuschließen.

Möchtest du deinen Locken mehr Festigkeit und Halt geben, helfen dir auch dabei Proteine. Vor allem wenn du feines Haar hast, können deine Locken durch einen Proteinmangel schnell schlapp machen und sich aushängen. Hast du jedoch sehr dickes Haar, verfügt dein Haar von Grund auf schon über ausreichend Festigkeit. Proteine in der Haarpflege können dann schnell zu viel sein. Außer du hast dickes und poröses Haar. Dann können Proteine, richtig dosiert, sehr vorteilhaft für deine Pflege sein.

Welche Arten von Proteinen gibt es und wie erkennst du ein proteinhaltiges Haarprodukt?

Es ist wichtig zu beachten, dass es unterschiedliche Arten von Proteinen gibt, die verschiedene Vorteile für die Haarstruktur haben.

Einige Proteine, wie zum Beispiel Weizenprotein, sind sehr groß und können daher vor allem sehr geschädigtes und/oder poröses Haar wieder stärken. Bei wenig geschädigten Haaren oder sehr feinen Haaren können aufgrund ihrer Molekülgröße weniger bis gar nichts bewirken.

Andere Proteine, wie Seidenprotein zum Beispiel, sind deutlich kleiner und könnten bei sehr kaputten Haaren zu wenig ausrichten. Dafür sind sie ideal, um feines und/oder gering poröses Haar zu stärken und Locken mehr Sprungkraft zu verleihen.

Indem du die richtigen Proteine für deine Locken wählst, kannst du gezielt auf die Bedürfnisse deiner Haare eingehen und sie somit optimal pflegen.

Um zu erkennen, ob ein Shampoo, eine Spülung oder eine Haarmaske Proteine enthält, musst du wie immer die Liste mit den Inhaltsstoffen checken und überprüfen, ob sie eine oder mehrere dieser Bezeichnungen für Proteine aufführt.

Arten von Proteinen fuer Haare

Proteine mit relativ großen Proteinmolekülen, wie Kollagen (collagen), sind perfekt für hochporöses und geschädigtes Haar.

Proteine mit von Natur aus kleinen Proteinmolekülen oder chemisch verkleinerten Proteinmolekülen sind ideal für mittel bis gering poröses Haar. Wenn vor dem aufgeführtem Protein ein „Hydrolyzed“ steht, dann wurde das Proteinmolekül chemisch verkleinert. Wie zum Beispiel bei hydrolyzed wheat protein.

Im nächsten Abschnitt konzentrieren wir uns darauf, wie du deine Haare mit proteinreichen Haarpflegeprodukten unterstützen kannst, damit sie wieder gesund und voller Sprungkraft sind. Damit du leicht und schnell das für deine Haare passende Produkt findest, welches deine Locken optimal mit Proteinen versorgt, gebe ich dir anschließend meine Empfehlungen.

Proteinbehandlung für das Haar

Es gibt verschiedene Arten von Proteinbehandlungen, die du ausprobieren kannst.

Proteinreiche Leave-In Conditioner oder Stylingprodukte sind eine Möglichkeit, um deine Locken mit einer extra großen Portion Proteine zu versorgen und sie vor äußeren Einflüssen zu schützen. Diese Produkte kannst du an deinen Waschtagen einbauen oder auch täglich beim Auffrischen deiner Locken anwenden. Trage sie nach dem Waschen auf das handtuchtrockene Haar auf und style deine Locken wie gewohnt. Du wirst feststellen, dass sich das Haar geschmeidiger anfühlt und gesünder aussieht. Weil die Produkte im Haar bleiben, können die Proteine ihren Job machen, so lange bis du deine Haare wieder wäschst.

Proteinreichen Haarmasken oder Conditionern sind eine weitere Möglichkeit. Diese Produkte kannst du ein- bis zweimal pro Woche oder je nach Bedarf auf das Haar aufgetragen. Lasse die Proteinmaske oder den Conditioner für die angegebene Zeit einwirken, damit die Proteine ihre Wirkung entfalten können. Anschließend spüle das Produkt gründlich aus. Bei einer Pflegespülung oder Haarmaske wird auch ein Teil der Proteine wieder ausgespült. Das kann jedoch besser sein, wenn deine Haare keine große Menge an Proteinen vertragen.

Eine letzte Möglichkeit sind Protein-Shampoos für Locken zu benutzen. Diese kannst du bei jedem Waschtag verwenden. Ähnlich wie bei den Spülungen und Haarmasken werden auch hier die Proteine großteils wieder ausgespült. Daher empfehle ich proteinhaltige Shampoos eher nicht speziell für eine Proteinbehandelung. Jedoch können Sie dennoch eine Wirkung haben. Vor allem wenn du nur eine geringe Menge testen möchtest, wäre ein Shampoo nicht verkehrt.

Es ist wichtig, Proteinbehandlungen in Maßen anzuwenden. Zu viel Protein kann das Haar steif und spröde machen. Schau auf die Bedürfnisse deiner Locken. Eine gute Balance zwischen Feuchtigkeit und Proteinen ist der Schlüssel zu gesunden und glänzenden Locken.

Nun verrate ich dir meine Top-Empfehlungen.

Meine TOP Empfehlungen für proteinreiche Haarpflegeprodukte

Wann ist ein Haarpflegeprodukt proteinreich? Sobald Du unter den ersten 5 Inhaltsstoffen ein oder mehrere Proteine findest.

Natürlich habe ich wie immer auch darauf geachtet, dass die Produkte frei von schädlichen Inhaltsstoffen wie Silikonen, austrocknende Alkoholen, Mikroplastik, Parabenen etc. sind.

Protein Shampoos für Locken

Pflegespülungen mit Proteinen

Haarmasken mit Proteinen

Leave-In Spülungen mit Proteinen

Stylingprodukte mit Proteinen

Produkte mit Protein pimpen

Du hast keins dieser Produkte zu Hause? Du musst nicht unbedingt neue Produkte kaufen, wenn du Proteine in deine Lockenpflege einbauen möchtest. Du kannst auch einfach flüssiges Protein (z.B. diese* oder diese Protein Drops*) zu deinen Feuchtigkeitsprodukten hinzumischen.

Dafür einfach deine Portionsmenge von deiner Lieblingsfeuchtigkeitsmaske oder einem anderen Produkt entnehmen und das dann mit dem Protein pimpen. Hast Du noch keine Erfahrung, wie deine Haarpracht auf Protein reagiert, würde ich mit 1 bis 5% starten und bei einer Haarmaske bis auf maximal 15% hochgehen. Bei Stylingprodukten empfehle ich dir nur bis maximal 5% hochzugehen.

Natürliche Proteinquellen für die Haarpflege

Auf manchen Webseiten, in Foren oder Facebook-Gruppen kursiert der Mythos, dass du deine Haare mit Proteinen aus Lebensmitteln wie Eier, Joghurt, Haferflocken oder Quinoa pflegen kannst. Doch das ist, bis auf eine Ausnahme (dazu komme ich gleich), leider Unfug.

Die Proteinmoleküle aus Lebensmitteln wie Eier oder Joghurt sind viel zu groß um an deinem Haar haften bleiben zu können und sie damit zu „reparieren“. Ganz egal wie geschädigt deine Haare sind. Daher sind selbstgemachte Masken aus zum Beispiel Eiern keine wirkliche Proteinmaske, sondern lediglich eine Feuchtigkeitspflege. Das kann für deine Haare trotzdem vorteilhaft sein. Aber es ist nun mal keine Proteinpflege, das möchte ich klarstellen.

Es gibt jedoch ein Lebensmittel, welches Proteine in einer Form enthält, welche deine Haare aufnehmen können. Und das ist Gelatine. Dieses tierische Eiweiß enthält das Protein Kollagen und das kann bei geschädigten und porösen Haaren einen sichtbaren Effekt erzielen. Insbesondere wenn du dazu noch Hitze anwendest. Das enthaltene Kollagen kommt dem körpereigenen Keratin sehr nahe und ist daher super als Proteinkur geeignet. Da du dabei einiges beachten solltest, damit du nicht direkt einen Proteinschock provozierst, erfährst du hier Schritt für Schritt, was du zur Gelatinekur wissen musst..

Okay, Proteine in Eiern & Co sind zu groß, um sie von außen anzuwenden. Dann helfen sie vielleicht dabei, deine Haare von innen zu stärken?

Auch das lese ich öfter. Du sollst die Proteine über dein Essen zu dir nehmen und dann wirst du mit kräftigen und starken Haaren gesegnet. Halleluja! Naja, ganz so einfach ist es leider nicht.

Bis heute weiß die Wissenschaft nicht zu 100%, warum unsere Haare so sind wie sie sind. Welche Hormone welchen Einfluss haben,  und warum wir Locken haben und andere nicht. Daher finde ich die Empfehlungen, einfach Proteine zu essen, um dann mehr Proteine im Haar zu haben, etwas zu einfach gedacht.

Vermutlich ist die Haarbeschaffenheit zu 99% genetisch bedingt und der Rest wird durch Hormone, Nahrung und Umwelt beeinflusst. Aber wie genau weiß niemand. Daher würde ich nicht empfehlen, nur allein aufgrund eines Proteinmangels deiner Haare, mehr Eier zu essen.

Brauchen deine Haare Proteine, solltest du proteinhaltige Haarprodukte verwenden oder eine Gelatinekur machen. Etwas anderes kann ich dir im Moment nicht empfehlen.

Tipps zur richtigen Anwendung von Proteinprodukten

Proteinprodukte in deiner Haarroutine können einen großen Unterschied machen – für die Gesundheit und das Aussehen deiner Locken. Aber es ist wichtig, sie richtig anzuwenden, um die besten Ergebnisse zu erzielen. In diesem Abschnitt gebe ich dir einige hilfreiche Tipps, wie du proteinreiche Haarpflegeprodukte optimal anwenden kannst.

1. Bestimme den Bedarf deiner Locken: Jedes Haar ist einzigartig und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Bevor du Proteinprodukte verwendest, solltest du den Zustand deiner Locken analysieren. Sind sie geschädigt und brüchig oder benötigen sie nur eine leichte Pflege? Indem du den Bedarf deiner Locken bestimmst, kannst du die richtigen Produkte auswählen und einen Proteinüberschusss vermeiden. Um ein umfassendes Lockenprofil zu erstelle, empfehle ich dir mein Lockenhandbuch „Lockenpflege mit Köpfchen“. Darin zeige ich dir Schritt für Schritt wie du herausfindest was deine Haare brauchen.

2. Beginne mit einer niedrigen Dosierung: Wenn du zum ersten Mal Proteinprodukte benutzt, starte mit einer niedrigen Dosierung. Beginne mit einer kleinen Menge des Produkts und beobachte, wie deine Locken darauf reagieren. Einige Locken reagieren empfindlicher auf Proteine als andere. Wenn du keine unerwünschten Effekte wie harte oder trockene Haare feststellst, kannst du die Dosierung schrittweise erhöhen.

3. Wähle das richtige Produkt für deinen Haartyp: Es gibt verschiedene Arten von Proteinprodukten auf dem Markt. Wähle das Produkt, das am besten zu deinem Haartyp und deinen Bedürfnissen passt. Wenn du feines Haar hast, solltest du leichtere Formulierungen mit kleinen Proteinen wählen, die das Haar nicht beschweren. Für dickeres Haar sind reichhaltigere Produkte mit wenig & kleinen Proteinen besser geeignet. Für blondiertes/ poröses Haar sind reichhaltiger Produkte mit mehr & größeren Proteinen sinnvoll.

4. Verwende Proteinprodukte in Kombination mit Feuchtigkeit: Proteine allein können das Haar manchmal hart und steif machen. Achte darauf, auch feuchtigkeitsspendende Produkte wie Conditioner oder Leave-in-Conditioner ohne Proteine zu verwenden, um das Gleichgewicht zwischen Feuchtigkeit und Proteinen aufrechtzuerhalten.

5. Beobachte die Reaktion deiner Locken: Sei aufmerksam und beobachte, wie deine Locken auf die Anwendung von Proteinprodukten reagieren. Wenn du feststellst, dass deine Locken steif oder trocken werden, kann es sein, dass du zu viel Protein verwendest. Reduziere dann die Anwendungsfrequenz oder die Menge des Produkts, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Mit diesen Tipps zur richtigen Anwendung von Proteinprodukten kannst du deine Lockenpflege deutlich verbessern. Sei nicht frustriet falls du nicht direkt bei der ersten Anwendung einen AHA-Effekt hast. Bleibe experimentierfreudig und finde die für dich geeigneten Produkte und Routinen. Dabei kann dir mein Lockenhandbuch in Kombinantion mit meinem Produktfinder helfen.

Anzeichen für einen Proteinüberschuss

Proteinreiche Produkte sind super für deine Lockenpflege. Jedoch solltest du mit der Menge vorsichtig sein. Zu viel Protein kann sich auch gegenteilig auswirken und deine Haare strohig und hart machen. Glaub mir ich weiß wovon ich rede.

Meine Locken hatten bereits einen Proteinschock. Sie wurden plötzlich strohig und meine Locken haben jegliche Definition verloren.

Nachdem ich 2017 monatelang meine Haare mit Natron gewaschen hatte, waren diese völlig kaputt und hochporös. Ich recherchierte einige Zeit und fand heraus, dass ich mehr Proteine verwenden muss. Okay. Gesagt. Getan. In all meinen Produkten waren jede Menge Proteine. Und tatsächlich hat es geklappt und meine Locken sahen wieder super aus – am Anfang.

Doch nach einer gewissen Zeit wurden die Proteine zu viel und die Balance war nicht mehr gegeben.

Daher ist es wichtig, dass du die Anzeichen für einen Proteinüberschuss erkennst und rechtzeitig gegenwirken kannst, In diesem Abschnitt werde ich dir einige Anzeichen für einen Proteinüberschuss zeigen.

⚠️ Steife und spröde Locken: Bemerkst du, dass deine Locken steif und spröde werden, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass du zu viel Protein verwendest. Proteine haben die Eigenschaft, das Haar zu stärken, aber ein Überschuss kann zu einer übermäßigen Steifheit führen, die das Haar an Flexibilität und Elastizität verlieren lässt.

⚠️ Trockenes und strohiges Haar: Ein weiteres Anzeichen für einen Proteinüberschuss ist trockenes und strohiges Haar. Proteine können dazu führen, dass das Haar Feuchtigkeit verliert, wenn sie nicht in Kombination mit ausreichend Feuchtigkeit angewendet werden. Wenn deine Locken sich spröde anfühlen und einen matten Glanz haben, könnte dies auf einen Proteinüberschuss hinweisen.

⚠️ Verlust der Lockendefinition: Eine übermäßige Proteinzufuhr kann auch dazu führen, dass die Lockendefinition verloren geht. Statt schöner, definierter Locken könnten deine Haare schlaff und leblos aussehen. Dies liegt daran, dass das Haar steif wird und die natürliche Sprungkraft verliert.

⚠️ Schwierigkeiten beim Styling: Stellst du fest, dass es immer schwieriger wird, deine Locken zu stylen und ihnen die gewünschte Form zu geben, könnte ein Proteinüberschuss die Ursache sein.

⚠️ Anhaltende Trockenheit trotz Feuchtigkeitspflege: Trotz einer angemessenen Feuchtigkeitspflege bemerkst du, dass deine Locken weiterhin trocken und spröde sind? In diesem Fall könnte ein Proteinüberschuss vorliegen. Proteine können das Haar entfeuchten, wenn sie nicht richtig ausgeglichen werden.

Nimmst du eines oder mehrere dieser Anzeichen bei deinen Locken wahr, solltest du deine Proteinzufuhr überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Reduziere die Anwendung von proteinreichen Produkten oder wähle Produkte mit einer geringeren Konzentration an Proteinen. Achte darauf, die richtige Balance zwischen Proteinen und Feuchtigkeit zu finden, um das optimale Gleichgewicht für gesunde und glänzende Locken zu erreichen.

Denk daran, dass nicht jeder Lockenkopf das gleiche Maß an Proteinverträglichkeit hat. Einige Locken reagieren empfindlicher auf Proteine als andere. Gering poröses und dickes Haar reagiert beispielsweise empfindlicher als poröses und feines Haar. Dennoch kommst du leider nicht drumherum zu experimentieren. Nur so kannst duherausfinden, wie DEINE Locken am besten auf die Proteinzufuhr reagieren.

Brauchen deine Haare jetzt Proteine oder nicht?

Nicht jedes Haar braucht immer und immer gleich viel Protein.

Als Faustregel gilt:

✅ Feines, poröses, blondiertes und geschädigtes Haar (durch Hitze, Sonnenlicht, Bürsten, Chlor, Färben) wird von Protein profitieren. Wenn deine Haare mehr Halt oder Struktur („Steifheit“) benötigen, kann Protein für dich hilfreich sein. Wenn dein Haar beim geringsten Ziehen reißt, kann auch hier Protein helfen.

❌ Wenn deine Haare hingegen dick sind (fest, stark & gut sichtbar) und sie von sich aus über ausreichend Halt und Festigkeit verfügen, kann das Hinzufügen von mehr Festigkeit durch Proteine eine Katastrophe sein und zu einem Proteinschock führen.

✅ Allerdings kann eine sehr niedrige Proteinkonzentration vorteilhaft sein, wenn dein dickes Haar außerdem porös und geschädigt ist. Hier solltest du nur darauf achten, geringkonzentrierte proteinhaltige Produkte zu wählen oder Produkte mit kleineren Proteinmolekülen.

Wenn du dir nicht sicher bist: Versuche eine niedrige Dosierung und benutze erstmal Produkte, welche du wieder auswäschst.

Fazit

Proteine sind wichtig für deine Lockenpflege. Sie stärken deine Haare, reparieren sie zeitweise und geben deinen Locken Halt. Wenn du sie richtig anwendest, und auf die Anzeichen eines Proteinüberschusses achtest, sind Proteine in der Haarpflege eine echte Hilfe.

Dennoch ist es mir wichtig zu betonen, dass Proteine allein keine Wunder bewirken können. Sie sind Teil einer ganzheitlichen Haarpflegeroutine, die auch eine angemessene Feuchtigkeitsversorgung, schonende Pflege und korrekte Behandlung deiner Locken umfasst.

Möchtest du mehr über die Pflege deiner Locken erfahren und wertvolle Tipps zur Produktauswahl und Anwendung erhalten, lade ich dich ein, mein Lockenhandbuch genauer anzuschauen. In meinem Lockenhandbuch findest du detaillierte Informationen über die richtige Haarpflege für lockiges Haar, praktische Tipps zur Produktauswahl und nützliche Anleitungen zur Anwendung von Haarprodukten. Es begleitet dich mit Plan und Köpfchen auf deiner Lockenreise, damit du mit Stolz und Begeisterung zu deinen Locken stehst.

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Hast du noch Fragen zum Thema Proteine für Haare oder möchtest du deine Erfahrungen teilen?

Dann schreibe jetzt in die Kommentare und ich werde dir schnellstmöglich antworten.

Lockenkopf Elisa

Lockenkopf Elisa

Gründerin von Natürlich-Lockig.de und verliebt in Naturlocken.

Elisa zeigt dir wie du erkennst was deine Locken wirklich brauchen und gibt dir jede Menge Tipps & Tricks für deine Haarpflege.

Elisa legt nicht nur Wert darauf, dir zu zeigen wie du das beste aus deinen Haaren herausholen kannst, sondern auch wie du das mit einer möglichst natürlichen Lockenpflege hinbekommst.

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