Wann die beste Lockenpflege nichts bringt.

Zuletzt aktualisiert am 28.06.2019 | 29 Kommentare

Ich hatte einen Unfall.

Mitte März war ich auf einem Rockkonzert, einer befreundeten Band, und es hat mich erwischt.

Nasser Boden, zu viel Alkohol, Gedränge, gepoge und schwupps bin ich ausgerutscht und habe mir meinen Knöchel dreimal gebrochen.

Eine Trimalleoläre Fraktur, sog. Weber C Bruch + Syndesmose Riss, falls dich das zufällig interessieren sollte :-D.

Somit landete ich also nach nur zwei Songs im Krankenhaus und wurde ein paar Tage später unter Vollnarkose operiert. Nach 6 Tagen durfte ich zum Glück schon wieder nach Hause.

Mein Fuß war also wieder einigermaßen gerichtet, jedoch sahen meine Haare und Haut nach dieser Zeit mehr als bescheiden aus.

Das lag zum einen daran, dass ich so ein tolles Krankenhaus-Shampoo benutzt hatte, und zum anderen, dass ich in der einen Woche so viele Medikamente und Drogen bekam, wie noch nie in meinem ganzen Leben zusammen.

Und dieses Zeug ist Gift. 

Das Ergebnis war eine trockene Haut, fettige Schuppen und so viel Haarausfall, dass ich dachte ich könnte mir daraus eine Mütze stricken. Nur um mir damit die beginnende Glatze zu bedecken (Ok ok so schlimm war es nicht, aber es fühlte sich so an :-D).

Doch warum erzähle ich dir das alles?

Mir wurde wieder eines deutlich gezeigt: Unsere Haare und Haut sind der Spiegel unserer Gesundheit.

Wenn wir noch so natürliche und hochwertige Pflegeprodukte für unsere Locken verwenden, noch so viel Geld, Zeit und Mühe investieren, ist die beste Lockenpflege egal, wenn du nicht gesund bist.

Wenn also deine innere Pflege nicht stimmt, dann nützt dir auch ein teures Schuppenshampoo oder sonstige Zaubermittel nichts. Auch wenn dir die Werbung etwas anderes verspricht.

Ich selbst bin auf diesen Trugschluss schon mehrere Male hereingefallen.

Vor ein paar Jahren hatte ich oft Schuppen und Haarausfall. Ich habe dann immer versucht, das mit einem Shampoo oder einer Tinktur in den Griff zu bekommen. Ein Hautarzt behauptete sogar es wäre erblich und man könnte dagegen nichts machen.

Er hatte Unrecht.

Bei meinen Schuppen lag es damals einmal an der äußerlichen falschen Pflege. Ich habe einen typischen Anfängerfehler beim Co-Washing gemacht, nämlich eine viel zu reichhaltige Spülung zu benutzen.

Zusätzlich hatte ich mich jedoch schlecht ernährt.

Irgendwann habe ich dann vor ein paar Jahren damit begonnen mich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen. Ich hatte begonnen mich von innen zu pflegen.

Leider habe ich in den letzten Monaten diese innere Pflege vernachlässigt. Ich viel Wert auf „äußere Pflege“ gesetzt. Ich benutzte hochwertige und natürliche Produkte und achtete immer darauf, die richtige Balance von Feuchtigkeit und Proteinen einzuhalten.

Auch hier auf meinem Blog bin ich immer nur auf die „äußere Pflege“ eingegangen. Ich habe teilweise den Anschein erweckt, dass wir „nur“ die richtigen Produkte und Styling-Techniken finden müssen um schöne & gesunde Locken zu bekommen.

Leider ist das zu kurz gedacht.

Aber nachdem ich im Krankenhaus war und nur nach ein paar Tagen fettige Schuppen und Haarausfall bekam, wurde mir wieder klar, das diese typischen Probleme auch von „innen“ kommen können.

Die innere Pflege ist also mindestens genauso wichtig wie die äußere. Im Grunde wusste ich das, aber wirklich bewusst angewendet oder kommuniziert habe ich das nie.

Bis heute.

Ich möchte dir mit diesem Artikel zeigen, dass deine Probleme nicht unbedingt mit deiner Spülung, deinem Wasser oder mit dem was du sonst noch von außen machst zu tun haben muss.

Sondern, dass du die Ursachen vielleicht mal woanders suchen solltest.

Die folgenden Faktoren spielen bei deiner Kopf- und Haarpflege eine entscheidende Rolle und können durchaus Haarausfall, Schuppen oder Juckreiz verursachen.

Medikamente

Medikamente haben immer Nebenwirkungen. Manchmal lese ich die Beipackzettel und mir wird schlecht. Ob man mich mit Absicht vergiften möchte?!

Diese Nebenwirkungen sollten wir nicht ignorieren. Dein Körper muss die Medikamente wieder heraus bekommen und das so schnell wie möglich.

Dafür benutzt er jede Möglichkeit, die er zur Verfügung hat. Und da unsere Haut das Entgiftungsorgan Nr. 1 ist, wird eine Entgiftung überwiegend durch Pickel, Schuppen und Hautjucken bemerkbar.

Und je mehr dein Körper entgiften muss, desto mehr wirst du die Auswirkungen spüren. Haar- und Kopfhautprobleme sind nur ein erstes Anzeichen, dass dein Körper mit dem Entgiften nicht mehr hinterherkommt.

Mein armer Körper war bei meinem Unfall völlig im Stress. Nicht nur meinen Beinbruch musste er reparieren, sondern auch noch den ganzen Müll von Medikamenten und Narkosemittel ausscheiden.

Das war natürlich eine Ausnahmesituation und nachdem ich 2 Wochen keine Medikamente mehr genommen habe, waren zum Glück meine Schuppen und mein Haarausfall wieder verschwunden.

Dennoch können die Nebenwirkungen auch bei vermeintlich “harmlosen“ Medikamenten wie z.B. Ibuprofen oder Aspirin auftreten.

Krankheiten

Wenn dein Körper Krankheiten und Entzündungen bekämpfen muss, dann benötigt er jede Menge Mineralien und Vitamine. Falls er nicht genügend zur Verfügung hat, entnimmt er diese dort, wo das Fehlen am wenigsten Schaden anrichtet.

Daher wird er die benötigen Nährstoffe vor allem auch aus deinen Haarwurzeln ziehen.

Die Folge ist Haarausfall.

Für den Körper ist das eine einfache Rechnung: Lieber eine Glatze, als das wichtige Baustoffe zum Reparieren fehlen.

Dabei muss es auch nicht sowas akutes wie ein Beinbruch sein. Viel häufiger ist eine chronische Erkrankung, wie die der Schilddrüse, das Problem.

Diese Erfahrungen musste ich selbst vor ein paar Jahren machen.

Durch eine lange unerkannte Schilddrüsenunterfunktion habe ich noch dünneres Haar bekommen, als ich sowieso schon hatte. Erst als ich aktiv gegen die Krankheit vorgegangen bin, hat sich der Haarausfall gebessert.

Ernährung

Die Ernährung spielt bei unserer Gesundheit eine wichtige Rolle.

Da erzähle ich dir sicher nichts neues.

Ich will dich auch nicht belehren oder dergleichen. Schließlich kann heute niemand so genau sagen was jetzt wirklich gesund ist und was nicht.

Aber eins ist sicher: Wir haben nur dann schönes Haar, wenn unsere Kopfhaut und Haarwurzeln mit genügend Nährstoffen versorgt sind. Und ausreichend Nährstoffe haben wir nur, wenn wir genügend Mineralien und Vitamine zu uns nehmen.

Ernähren wir uns von zu wenig Gemüse, Obst und trinken dazu noch wenig reines Wasser, werden wir unweigerlich Probleme mit den Haaren bekommen.

Du weißt ja bereits, dass der Körper, wenn er nicht genug Vitamine und Mineralien zur Verfügung hat, zuerst diese aus den Haarwurzeln zieht. Für den Körper ist die Glatze schließlich das kleinere Übel.

Wenn du also viel Fleisch und regelmäßig Fertigsachen isst, dann übersäuert dein Körper zwangsläufig und muss ständig entgiften. Wenn der Körper viel entgiften muss dann sind Schuppen die Folge. Aber nicht nur Fleisch und Fertigzeug ist das Problem. Auch Getreide, Alkohol und Zucker lassen unseren Körper übersäuern.

Ein übersäuerter Körper verursacht jedoch nicht nur Haarprobleme, sondern ist der Grund vieler Krankheiten. Daher kann dir eine Entsäuerung deines Körpers viele gesundheitliche Vorteile bringen.

Nicht nur schöne Haut und Haare.

Mehr zum Thema Entsäuerung, findest du hier und hier.

Ich versuche mich grundsätzlich „gesund“ zu ernähren. Wenig Fleisch & Süßigkeiten, viel Gemüse und Obst. Mal mehr, mal weniger. Doch in den letzten Monaten war meine Priorität wo anders und meine Ernährung hat gelitten. Kinderschoki hatten bei mir keine Chance.

Daher hatte ich bei meinem Unfall keine gute Nährstoffversorgung. Das schmackhafte Essen im Krankenhaus hat auch nicht unbedingt dazu beigetragen an diesem Zustand etwas zu ändern.

Vielleicht glaubst du jetzt, dass dich das alles nicht betrifft und du weder krank bist, noch Medikamente nimmst und dich auch nicht ungesund ernährst.

Doch ein Problem betrifft uns alle immer mal wieder. Zumindest kenne ich niemanden der nicht von Zeit zu Zeit darunter leidet.

Stress

Regina, eine Leserin, hat mir mal geschrieben, das Haare weinen können. Das man alleine an der Haarpracht erkennt, ob ein Mensch unter Stress leidet oder nicht.

Mal davon abgesehen, das bei meinem Krankenhausaufenthalt wirklich alle Faktoren auf einmal auftraten, bin ich überzeugt das Regina recht hat und Stress unsere Locken scheiße aussehen lässt.

Vor allem wenn du unter dauerhaften Stress leidest, ist dein Körper immerzu im Alarmmodus, übersäuert schneller und benötigt dadurch auch mehr Mineralien & Co. Und das führt über kurz oder lang zu einem Nährstoffmangel und den daraus resultierenden o.g. Problemen.

Daher hat Stress auf Dauer auch Auswirkungen auf unser Äußeres.

Meine absolute Geheimwaffe gegen Stress ist ein Basenbad.

Ich bin eine richtige Wassernixe und kann durchaus 2-3 Stunden in der Badewanne planschen. Ich liebe es darin zu lesen, zu träumen und manchmal auch zu schlafen *hüstel*. 

Wenn du Basenbad auch ausprobieren möchtest, solltest du mindestens 45 Minuten drin bleiben. Das hilft auch beim entsäuern. Je länger du drin bleibst, desto besser.

Fazit

Der Unfall war ein Ausnahmezustand für meinen Körper.

Aber er hat mir deutlich gezeigt, dass meine innere Pflege mindestens genauso wichtig ist wie alles was ich von außen mache.

Denn eine Torte kann ich noch so schön dekorieren. Wenn sie nicht schmeckt, ist die ganze Mühe umsonst. Nicht wahr? 😉

Frage dich also, sieht deine Torte nur hübsch aus oder schmeckt sie auch? 

Hi, ich bin Elisa


Chaotischer Lockenkopf, Haarfanatikerin und verliebt in Naturlocken.

Ich zeige dir, wie du erkennst was deine Locken wirklich brauchen und gebe dir jede Menge Tipps & Tricks für deine Haarpflege.

"Locken sind kein Trend, sondern ein Lebensstil."

Lorraine Massey

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